US-Wahl 2020 Donald Trump und weitere Kandidaten der Republikaner

Mögliche Kandidaten der Republikaner

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US-Wahl 2020 - Umfrage zu den Kandidaten der Republikaner

Text

US-Präsidentschaftswahl 2020: Umfragewerte für die Bewerber der Republikaner

„Wen würden Sie für die Nominierung als Kandidat der Republikaner für die Präsident­schafts­wahl 2020 unterstützen?“

  • Donald Trump: 86 %
  • Bill Weld: 5 %
  • Mark Sanford: 2 %
  • Joe Walsh: 1 %
  • Sonstige, keine/keinen, unsicher/keine Antwort: 6 %

YouGov-Umfrage. Befragt wurden 416 Republikaner und republikanisch</br> orientierte Unabhängige. Zeitraum: 14. – 17. September 2019. Fehlergrenze: ± 2,7 %

Bill Weld: Ein Ex-Kandidat der Libertarian Party will Trump herausfordern

William „Bill“ Floyd Weld (73) war von 1991 bis 1997 republi­kanischer Gouverneur des Bundes­staats Massachusetts. Vor der Präsidentschafts­wahl 2016 verließ er die Republi­kanische Partei, um für die Libertarian Party als Vize des Präsidentschafts­kandidaten Gary Johnson an der Wahl teil­zunehmen. Johnson und Weld erzielten das beste Wahl­ergebnis der Geschichte der Partei und bekamen 3,3 Prozent der Wähler­stimmen (etwa 4,5 Millionen).

US-Präsidentschaftswahl - Bill Weld (Republikaner)

Der Ex-Präsidentschafts­kandidat der Libertarian Party Bill Weld fordert Trump heraus

Bildquelle: Gary Johnson auf Flickr. Lizenz: CC BY 2.0

Anfang 2019 kehrte Bill Weld zurück zu den Republi­kanern. Im April 2019 gab er seine Teilnahme an der Präsidentschafts­wahl 2020 offiziell bekannt, als zweiter offizieller Kandidat der Republi­kaner nach Donald Trump. Bill Weld gehört dem moderaten Flügel der Partei an. Vor der Präsidentschafts­wahl 2008 unterstützte er sogar den Kandidaten der Demokraten, Barack Obama, in seinem Wahl­kampf gegen den Republikaner John McCain.

In einem Teil des rechten Lagers der Republi­kaner wird Bill Welds Kandidatur als Sabotage von Trumps Wahl­kampf verstanden.1 Weld selbst äußert sich Trump gegenüber extrem kritisch: Für ihn wäre es eine „politische Tragödie“, wenn Trump 2020 wieder­gewählt würde. Kurz nach der Bekannt­gabe seiner eigenen Kandidatur forderte Weld Trump zum Rücktritt auf und sagte:

„Trumps maßlose Unehrlichkeit und Paranoia machen ihn unfähig, als Präsident zu dienen. Ausnahms­weise sollte er einmal das Wohl der Vereinigten Staaten über sein eigenes Ego stellen und zurücktreten.“ 2

Mike Pence

Vor Beginn seiner politischen Karriere arbeitete Mike Pence, der aus Indiana stammt, als Anwalt und Radio­moderator. Von 2001 bis 2013 vertrat er Indiana als Abgeordneter im Repräsentan­ten­haus und war dort Mitglied der Ausschüsse für Landwirtschaft und für Außen­politik. Nach einem knappen Wahlsieg bei der Gouverneurs­wahl führte Pence das Amt des Gouverneurs bis 2017 aus.

Mike Pence bei der Präsidentschaftswahl 2020

US-Präsident Donald Trump zieht 2020 vermutlich erneut mit seinem Vize Mike Pence in den Wahlkampf.

Foto: Gage Skidmore. Quelle: Flickr. Lizenz: CC BY-SA 2.0

„Ich bin ein Christ, ein Konservativer, ein Republikaner – in dieser Reihenfolge“

Mike Pence gilt als einer der konservativsten Vize­präsidenten der letzten Jahre. So lehnt er z.B. Abtreibungen und gleich­geschlecht­liche Ehe­schließungen ab, möchte die Möglichkeiten der legalen Migration einschränken und befürwortet die Todes­strafe. In seiner Zeit als Gouverneur Indianas senkte Pence Unternehmens­steuern und sprach sich für einen Ausbau der Kohle­förderung aus.

Obwohl Pence bei Umfragen unter Wählern der Republikaner gute Ergebnisse erzielt, stellte er deutlich klar, dass er bei der nächsten Präsident­schafts­wahl nicht gegen Donald Trump antreten werde. Medien­berichten zufolge strebt er statt­dessen eine Kandidatur bei der Präsident­schafts­wahl 2024 an.3

Prominente Republikaner, die bei der Präsidentschafts­wahl 2020 nicht kandidieren

Nikki Haley

Nimrate Haley, genannt Nikki Haley, wuchs als Tochter indischer Einwanderer im Bundes­staat South Carolina auf und studierte dort Buchhaltung. 2010 gewann sie die Wahl zur Gouverneurin South Carolinas und führte dieses Amt sechs Jahre lang aus. Von 2017 bis Herbst 2018 vertrat sie die USA als Botschafterin bei den Vereinten Nationen.

US-Wahl 2020 - Kandidatin der Republikaner Nikki Haley

Nikki Haley erklärte, 2020 nicht anzutreten. Für 2024 schloss sie eine Kandidatur allerdings nicht aus.

Foto: Official Governor’s Office of South Carolina/Zach Pippin/Flickr. Lizenz: Public Domain

Während der republikanischen Vorwahlen zur Präsident­schafts­wahl 2016 distanzierte sich Haley von Donald Trump und unterstütze seine Gegner. In ihrer Zeit als UN-Botschafterin hingegen vertrat sie grundsätzlich seine außen­politischen Positionen. Sie tritt für typisch republi­kanische Forderungen wie ein Verbot von Schwanger­schafts­abbrüchen und das Recht auf Waffen­besitz ein.

Haley gab an, dass sie bei der nächsten Präsident­schafts­wahl nicht gegen Donald Trump antreten werde. Medien­berichten zu Folge plant sie aber, bei der Präsident­schafts­wahl 2024 als Kandidatin anzutreten.4

  1. Der Tagesspiegel, Bill Weld gegen US-Präsident: Warum ein Unbekannter Trump gefährlich werden könnte, 17.04.2019
  2. The Bulwark, It’s Time for Trump to Resign, Bill Weld, 24.04.2019 (auf Englisch)
  3. CNN Politics, Mike Pence’s 2024 campaign is ON, 15.05.2018 (auf Englisch)
  4. Manager Magazin, Rennen um US-Präsidentenwahl: Wer Donald Trump ablösen will, 25.04.2019