Trump, Biden oder Sanders? US-Wahl 2020 im Live-Ticker: alle aktuellen Nachrichten

3. April 2020

Demokratischer Nominierungsparteitag auf August verschoben

Der demokratische Nominierungs­parteitag (National Convention) in Milwaukee wird wegen der Coronavirus-Pandemie um einen Monat verschoben. Bei dem Treffen wird entschieden, ob Joe Biden oder Bernie Sanders als offizieller Kandidat der Demokraten gegen Donald Trump antreten wird.

Der Parteitag wird nun vom 17. bis zum 20. August abgehalten werden, nachdem er ursprünglich für Mitte Juli angesetzt war.1

Nominierungsparteitag im Vorfeld der Präsidentschaftswahl in den USA

Nominierungsparteitag der Demokraten im Jahr 2008: Damals wurden Barack Obama und Joe Biden jeweils als Präsidentschafts- und Vize­präsidentschaftskandidat nominiert.

Foto: Kelly DeLay / Flickr. Lizenz: CC BY 2.0

Auf dem Nominierungsparteitag werden sich Tausende Delegierte der Demokra­tischen Partei in einer Basketball-Arena in Milwaukee (Wisconsin) versammeln. Aktuell wird die Möglichkeit diskutiert, dass nur ein Delegierter aus jedem Bundesstaat persönlich am Kongress teilnimmt, während die übrigen ihren Stimmzettel digital abgeben.

Der republikanische Parteitag, auf dem Präsident Trump nominiert werden soll, wird voraus­sichtlich vom 24. bis 27. August in Charlotte (North Carolina) stattfinden.

2. April 2020

Präsidentschaftsvorwahlen im April 2020

Die im April 2020 vorgesehenen Vorwahlen in den acht Bundes­staaten Hawaii, Connecticut, Delaware, Maryland, Pennsylvania, Rhode Island, Louisiana und New York wurden verschoben.

Im April finden voraus­sichtlich nur noch Präsidentschafts­vorwahlen in den folgenden fünf US-Bundes­staaten statt:

April 2020Apr. 2020DelegierteDel.
Di., 7.Wisconsin84
In Wisconsin hat die Pandemie zu einem Mangel an Wahl­helfern, einer drohenden sinkenden Wahl­beteiligung und mehreren Gerichts­verfahren geführt. Trotzdem soll die Abstimmung am 7. April stattfinden.
Fr., 10.Alaska15
Alaska hat wegen der Coronavirus-Pandemie die Frist für die Briefwahl bis zum 10. April verlängert. Die Abstimmung war ursprünglich für den 4. April geplant.
Fr., 17.Wyoming14
Wyoming hat wegen der Coronavirus-Pandemie die Frist für die Briefwahl bis zum 17. April verlängert. Die Abstimmung war ursprünglich für den 4. April geplant.
So., 26.Puerto Rico51
Der Freistaat Puerto Rico hat seine ursprünglich für den 29. März geplante Vorwahl wegen der Coronavirus-Pandemie auf den 26. April verschoben.
Di., 28.Ohio136
Ohio hat aufgrund der Coronavirus-Pandemie seine ursprünglich für den 17. März geplante Vorwahl verschoben. Die meisten Wähler müssen ihre Stimme bis zum 28. April per Briefwahl abgeben.

24. März 2020

Ergebnisse der Vorwahlen der Demokratischen Partei

Elf US-Bundesstaaten und Puerto Rico haben ihre Vorwahlen aufgrund des Coronavirus bisher verschoben, weitere könnten folgen. Die unten ausgeführten Teil­ergebnisse könnten demnach mehrere Wochen lang gültig bleiben.

Karte

Präsidentschaftswahl in den USA - Ergebnisse der Vorwahlen der Demokraten (Karte)

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Zwischenstand am 24.03.2020, 15:27 Uhr (UTC+1)

  • Joe Biden: 1215 Delegierte
  • Bernie Sanders: 909 Delegierte

Anzahl der Delegierten der ausgeschiedenen Kandidaten:

  • Elizabeth Warren: 83 Delegierte
  • Michael Bloomberg: 58 Delegierte
  • Pete Buttigieg: 26 Delegierte
  • Amy Klobuchar: 7 Delegierte
  • Tulsi Gabbard: 2 Delegierte

23. März 2020

US-Wahl: Georgia verschiebt die Vorwahlen

Aufgrund des Coronavirus hat Georgia seine Präsidentschafts­vorwahlen verschoben. Die ursprünglich für den 24. März geplanten Vorwahlen werden nun am 19. Mai 2020 stattfinden.

Georgia ist der zweite US-Bundesstaat, der seine Vorwahlen aufschiebt. In Louisiana wurde der Vorwahltermin bereits vom 4. April auf den 20. Juni 2020 verschoben.

22. März 2020

Sowohl Joe Biden als auch Bernie Sanders würden Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl schlagen

Laut einer neuen Umfrage könnte jeder der demokratischen Präsidentschafts­kandidaten, Joe Biden und Bernie Sanders, bei den Wahlen am 3. November 2020 Donald Trump schlagen.

In der vom Emerson College durchgeführten Umfrage wurden vom 18. bis zum 19. März 1100 registrierte Wähler in den USA befragt. Die Fehlerquote beträgt 2,9 Prozentpunkte.

US-Wahl – Umfrage (Trump gegen Biden oder Sanders)

Für die Umfrage wurden die ausgewählten Personen gefragt, für wen sie stimmen würden, wenn der Kandidat der Demokraten Biden und der Kandidat der Republikaner Trump wäre. Etwa 53 Prozent gaben an, dass sie für Biden stimmen würden, während 47 Prozent sagten, sie würden für Trump stimmen.

Bei einer fast identischen Frage sollten die 1100 Personen beantworten, für wen sie stimmen würden, wenn Sanders der demokratische Kandidat wäre: 53 Prozent der Befragten würden für Sanders und 47 Prozent für Trump stimmen.

21. März 2020

Ergebnisse der Vorwahlen der Demokratischen Partei, Zwischenstand am 21.03.2020

Der ehemalige Vizepräsident Biden gewann die letzten Vorwahlen mit großem Vorsprung und hat sich damit einen fast unüberwind­lichen Delegierten­vorsprung verschafft.2

Sanders müsste mehrere anstehende Vorwahlen mit einer überwältigenden Mehrheit gewinnen, um zurück ins Rennen zu kommen.

Die Ergebnisse von 17. März werden zwar den Druck auf Sanders erhöhen, sich aus dem Wettbewerb zurück­zuziehen, aber bisher hat Sanders keine Hinweise auf einen Rücktritt gezeigt.

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Wahlen in den USA - Ergebnisse der Vorwahlen der Demokraten

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Für eine Nominierung als Präsidentschafts­kandidat sind mindestens 1991 Delegierte nötig.

  • Joe Biden: 1201 Delegierte
  • Bernie Sanders: 896 Delegierte

Anzahl der Delegierten der ausgeschiedenen Kandidaten:

  • Elizabeth Warren: 83 Delegierte
  • Michael Bloomberg: 58 Delegierte
  • Pete Buttigieg: 26 Delegierte
  • Amy Klobuchar: 7 Delegierte
  • Tulsi Gabbard: 2 Delegierte

Die Delegierten der US-Bundesstaaten stimmen über den Präsidentschafts­kandidaten (Präsidenten und Vize­präsidenten) auf dem Nominierungs­parteitag der Demokraten ab. Dieser soll vom 13. bis 16. Juli 2020 stattfinden.

Quelle: AP (Associated Press) Election Services

19. März 2020

Tulsi Gabbard beendet ihre Kampagne und unterstützt Joe Biden

Die Hawaii-Abgeordnete Tulsi Gabbard hat am Donnerstag, den 19. März, ihren Präsidentschafts­wahlkampf beendet. Sie gab bekannt, von nun an Joe Biden zu unterstützen.3

„Nach der Wahl am Dienstag ist es klar, dass die demokratischen Wähler den Vize­präsidenten Joe Biden als die Person bestimmt haben, die bei den Präsidentschafts­wahlen gegen Präsident Trump antreten soll“, sagte sie in einer Video­botschaft auf Twitter.

US-Wahl - Tulsi Gabbard

Nach den Vorwahlen am 17. März in Arizona, Florida und Illinois gab Tulsi Gabbard ihren Rückzug bekannt und stellte sich hinter Präsidentschaftsbewerber Joe Biden.

Foto: Gage Skidmore/Flickr. Lizenz: CC BY-SA 2.0

Gabbard wies auch auf die Coronavirus-Pandemie als Grund für den Ausstieg aus dem Rennen hin und sagte, dass die Amerikaner und die globale Gemeinschaft zusammen­arbeiten müssten, um die Coronavirus-Pandemie zu bekämpfen.

Damit sind Joe Biden und Bernie Sanders die einzigen Kandidaten der Demokraten, die noch für die Nominierung infrage kommen.

16. März 2020

Aktualisiert: Ergebnisse der Vorwahlen vom 10. März 2020 (Demokraten)

Der ehemalige Vizepräsident Joe Biden wurde am 16. März zum Sieger der Vorwahlen der Demokraten im Bundesstaat Washington erklärt, wobei er Bernie Sanders nur knapp besiegte.

Am 10. März gewann Biden bereits die Vorwahlen in Michigan, Mississippi, Idaho und Missouri, während Sanders nur einen Sieg errang: bei den Vorwahlen in North Dakota.

Karte

Präsidentschaftswahl in den USA - Wahlergebnisse Demokraten, 10 März 2020 (update 20 März)

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Zwischenstand am 20.03.2020, 13:26 Uhr (UTC+1)
Auszählungsstand: 347 von 352 Delegierten wurden den Kandidaten zugeordnet

  • Joe Biden: 211 Delegierte insgesamt
  • Bernie Sanders: 136 Delegierte insgesamt
  • Michigan (MI): Biden: 72, Sanders: 52 (100 % ausgezählt)
  • Washington (WA): Biden: 44, Sanders: 41 (96 % ausgezählt)
  • Missouri (MO): Biden: 40, Sanders: 24 (100 % ausgezählt)
  • Mississippi (MS): Biden: 34, Sanders: 2 (100 % ausgezählt)
  • Idaho (ID): Biden: 11, Sanders: 9 (100 % ausgezählt)
  • North Dakota (ND): Biden: 6, Sanders: 8 (100 % ausgezählt)

10. März 2020

Vorwahlen in Michigan, Washington und vier weiteren Staaten

In sechs US-Staaten fanden am Dienstag, 10. März 2020 Vorwahlen statt. Michigan und der Bundesstaat Washington haben die größte Anzahl an Delegierten.

Karte

Präsidentschaftswahl in den USA - Vorwahlen der Demokraten im März 2020

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US-Bundesstaaten, in denen am 10. März 2020 Vorwahlen stattgefunden haben, mit Anzahl der Delegierten für die Demokratische Partei:

  • Michigan (MI): 125 Delegierte
  • Washington (WA): 89 Delegierte
  • Missouri (MO): 68 Delegierte
  • Mississippi (MS): 36 Delegierte
  • Idaho (ID): 20 Delegierte
  • North Dakota (ND): 14 Delegierte

Ergebnisse der Vorwahlen der Demokratischen Partei, Zwischenstand am 10.03.2020

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Präsidentschaftswahl in den USA - Ergebnisse der Vorwahlen der Demokraten

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Für eine Nominierung als Präsidentschafts­kandidat sind mindestens 1991 Delegierte nötig.

  • Joe Biden: 670 Delegierte
  • Bernie Sanders: 574 Delegierte
  • Tulsi Gabbard: 2 Delegierte

Anzahl der Delegierten der ausgeschiedenen Kandidaten:

  • Elizabeth Warren: 69 Delegierte
  • Michael Bloomberg: 61 Delegierte
  • Pete Buttigieg: 26 Delegierte
  • Amy Klobuchar: 7 Delegierte

6. März 2020

US-Vorwahlen bei den Demokraten: neue Umfrage

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US-Wahl 2020 - Umfrage zu den Kandidaten der Demokraten bei der Präsidentschaftswahl

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US-Präsidentschaftswahl 2020: Umfragewerte für die Bewerber der Demokraten

„Wen würden Sie für die Nominierung als Kandidat der Demokraten für die Präsidentschaftswahl 2020 unterstützen?“

  • Joe Biden: 54 %
  • Bernie Sanders: 38 %
  • Tulsi Gabbard: 2 %
  • Sonstige, keine/keinen, unsicher/keine Antwort: 6 %

„Morning Consult“-Umfrage vom 5. März 2020 mit 1.390 Teilnehmern. Fehlergrenze: ± 3,0  %

5. März 2020

Elizabeth Warren zieht sich aus dem Präsidentschafts­rennen zurück

Zwei Tage zuvor musste Warren beim „Super Tuesday“ eine eindeutige Niederlage einstecken: Sie konnte in keinem der 14 US-Staaten die Vorwahlen gewinnen. Ihr Rückzug könnte ihrem Partei­kollegen Bernie Sanders zugute­kommen: Beide gehören dem linken Flügel der Demokratischen Partei an und haben ein sehr ähnliches politisches Programm.

US-Wahl 2020 - Kandidat der Demokraten Elisabeth Warren

Elizabeth Warren hat ihre Kandidatur nach dem „Super Tuesday“ zurückgezogen

Foto: ElizabethForMA/Flickr. Lizenz: CC BY 2.0

4. März 2020

Michael Bloomberg verabschiedet sich aus dem US-Präsidentschaftsrennen

Trotz einer Investition von 500 Millionen Dollar in Wahlwerbung konnte sich der Medienmogul und Multi­milliardär in keinem der 14 Staaten durchsetzen. Er kündigte an, den Ex-US-Vize­präsidenten Joe Biden zu unterstützen – beide gehören dem rechten Flügel der Demokratischen Partei an.

Präsidentschaftswahl in den USA - Michael Bloomberg, Ex-Kandidat der Demokraten

Michael Bloomberg war bis 2013 Ober­bürgermeister von New York City

Foto: Gage Skidmore/Flickr. Lizenz: CC BY-SA 2.0

1. März 2020

Tom Steyer, Pete Buttigieg und Amy Klobuchar steigen aus

Am Tag nach der demokratischen Vorwahl im US-Bundesstaat South Carolina setzten die Kandidaten Tom Steyer, Pete Buttigieg und Amy Klobuchar ihren Wahlkampf aus.

Joe Biden und Bernie Sanders waren die einzigen Kandidaten, die in South Carolina Delegierte erhielten. Biden gewann 48,7 % der Stimmen; Sanders kam auf den zweiten Platz und gewann 19,8 % der Stimmen. Alle anderen Kandidaten erhielten nicht genügend Stimmen, um Delegierte für sich zu gewinnen.

Wahl

 

Die US-Wahl FAQ Fragen und Antworten zur US-Wahl 2020

Wird Donald Trump 2020 erneut kandidieren?

Ja. Donald Trump hat am 18. Juni 2019 seine Kandidatur offiziell bekanntgegeben. Laut CBS News hatte er bereits wenige Stunden nach seiner Amts­einführung im Januar 2016 den entsprechenden Antrag bei der US-Kommission zur Wahlkampf­finanzierung (Federal Election Commission) eingereicht.

Im 2. Quartal 2019 hat Trump für seine Präsi­dent­schafts­kampagne bereits 105 Millionen Dollar gesammelt. Das ist im selben Zeitraum weit mehr, als seine demokratischen Konkurrenten Joe Biden (21,5 Millionen) und Bernie Sanders (18 Millionen) zusammen eingenommen haben.

Nächste US-Wahl - Donald Trump erneut Kandidat

Donald Trump könnte 2020 wieder Präsident werden

Foto: Samira Bouaou/The Epoch Times. Quelle: Flickr. Lizenz: CC BY 2.0

Ein guter Grund für Donald Trump, bei der nächsten Präsi­dent­schafts­wahl anzutreten, ist u.a. die Tatsache, dass ihm mit dem Ausscheiden aus dem
Amt des Präsidenten Anklagen wegen Verstößen gegen das amerikanische Wahlkampf­finan­zierungs­gesetz drohen (Daniels- und McDougal-Affären).1 In manchen US-Medien wird sogar darüber spekuliert, ob nur eine Wiederwahl ihn vor einer Gefängnis­strafe schützen würde.2

Wird Barack Obama 2020 erneut kandidieren?

Barack Obama erzielte während seiner Präsident­schaft Zustimmungs­raten von bis zu 90 Prozent unter den Anhängern der Demokraten. Auch nach Ende seiner Amtszeit gilt er bei Anhängern seiner Partei als beliebt und hätte gute Aussichten auf einen Sieg bei den Vorwahlen der Demokraten.

Barak Obama nicht wieder Kandidat bei der US-Präsidentschaftswahl 2020

Barak Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht wieder antreten

Foto: Michael Seeley. Quelle: Flickr. Lizenz: CC BY 2.0

Eine erneute Präsidentschafts­kandidatur steht trotzdem nicht zur Debatte. Laut der amerika­nischen Verfassung kann ein Präsident höchstens zwei Amts­zeiten, also insgesamt acht Jahre im Amt bleiben. Da Barack Obama bereits von 2009 bis 2013 und an­schließend von 2013 bis 2017 Präsident der USA war, darf er bei der Präsident­schafts­wahl 2020 nicht mehr antreten.

Obama verzichtet auf Unter­stützung eines Kandidaten bei der demokratischen Präsidentschaftsvorwahl

Amerikanische Medien berichten, dass sich Obama mit mehreren Kandidaten der Demo­kraten getroffen und ihnen Rat­schläge für ihre Kandidatur gegeben hat.3

Jedoch wurde bereits Anfang 2019 bekannt, dass weder der ehemalige Präsident Barack Obama noch die ehemalige First Lady Michelle Obama einen bestimmten Kandidaten während der demokra­tischen Präsident­schafts­vorwahl 2020 unterstützen würden.4

Alter der Kandidaten

US-Wahl 2020 - Alter der Kandidaten am Wahltag der Präsidentschaftswahl in den USA

Die Vorwahlen für die nächste Präsidentschaftswahl zeichnen sich durch ein außergewöhnlich altes Bewerberfeld aus. Gerade jene Kandidaten mit den besten Aussichten auf eine Kandidatur, nämlich Biden, Warren, Sanders und Trump, sind am Wahltag über 70 Jahre alt.

Kann nur ein junger Kandidat junge Wähler von sich überzeugen?

Beobachter raten den Demokraten aus mehreren Gründen, einen jungen Kandidaten aufzustellen. Zum einen stünde dieser Kandidat bezüglich des Alters im Kontrast zum voraussichtlichen Kandidaten der Republikaner, Donald Trump. Zum anderen gehen sie davon aus, dass junge Menschen bevorzugt für jüngere Politiker stimmen.

Das Beispiel Bernie Sanders hingegen zeigt, dass auch ältere Kandidaten bei jungen Wählern beliebt sein können. In den Vorwahlen der Demokraten bei der letzten Präsidentschaftswahl lag er mit damals 74 Jahren im sogenannten Youth Vote, dem Wahlergebnis der unter 29- Jährigen, deutlich vor Hillary Clinton.

Wahl

 

US-Wahl 2020: Wahltag, Amtseinführung und weitere Termine

Termin der nächsten US-Wahl - Präsident Donald Trump

Donald Trump legt den Amtseid bei seiner Amtseinführung am 20. Januar 2017 ab

Foto: The White House. Quelle: Wikipedia. Lizenz: gemeinfrei (public domain)

Wann findet die nächste US-Wahl statt?

Die nächste Präsident­schafts­wahl findet am 3. November 2020 statt. Diesen Termin können Sie mithilfe der folgenden Datei in Ihren elek­tro­nischen Kalender eintragen:

US-Wahl 2020 – Termin der Präsidentschaftswahl in den USA

Im Jahr 1845 legte der Kongress der Vereinigten Staaten den Wahltag (election day) in den USA fest: US-Wahlen finden stets am Dienstag nach dem ersten Montag im November statt. Das Datum fällt demnach immer in die Zeit zwischen dem 2. und dem 8. November. Dies betrifft sowohl die Präsident­schafts­wahlen als auch die Halbzeitwahlen (midterm elections).

Wie oft wird in den USA gewählt?

Seit 1792 finden die US-Präsident­schafts­wahlen alle vier Jahre statt. Sollte der amtierende Präsident vorzeitig aus dem Amt ausscheiden, ist eine vorgezogene Neuwahl nicht vorgesehen. Der Vize­präsident tritt bis zum Ende der ursprüng­lichen Amtszeit die Nachfolge als neuer Präsident an.

In der Geschichte der USA geschah dies gleich mehrfach: 8 der 44 US-Präsidenten starben während ihrer Amtszeit. In einem einzigen Fall war ein Rücktritt Grund für die Nachfolge: 1974 trat Richard Nixon infolge der Watergate-Affäre zurück.

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US-Wahl 2020: Wahlkalender

Präsident­schafts­wahlen erstrecken sich in den USA beinahe über ein ganzes Jahr. Bereits im Anschluss an die voraus­gehende Wahl reichen zahl­reiche Kandidaten ihre Kandidatur­erklärung bei der Federal Election Commission ein. Bis Anfang Mai 2019 haben sich bereits 419 Kandidaten für die Präsident­schafts­wahl 2020 angemeldet.1

Den Auftakt für die US-Wahl stellt die erste Vorwahl im kleinen US-Bundesstaat Iowa im Frühjahr 2020 dar. Erst im Januar des Folgejahres findet dann das Finale mit der Amts­einführung des neugewählten Präsidenten statt. Der genaue Ablauf der Wahl im Überblick:

Infografik

US-Wahl 2020 – Datum der Wahl und weitere Termine

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  • 3. Februar bis Mitte Juni 2020: Vorwahlen (primaries und caucuses)
  • August 2020: Die Kandidaten der Parteien werden auf Parteitagen (National Conventions) nominiert
  • September und Oktober 2020: Kampagnen der Kandidaten, Präsi­dent­schaftsdebatten im Fernsehen
  • 3. November 2020: Am Wahltag (election day) wählen die ameri­ka­nischen Wahl­berechtigten nicht direkt den Präsidenten und den Vize­präsidenten, sondern 538 Wahl­leute (electors), die zusammen das Electoral College bilden
  • 14. Dezember 2020: Die Wahlleute des Electoral College wählen den Präsidenten und den Vizepräsidenten
  • 6. Januar 2021: Der US-Kongress zählt die Stimm­zettel des Electoral College aus und die beiden Gewinner werden offiziell bekannt gegeben
  • 20. Januar 2021: Amtseinführung des Präsidenten und des Vizepräsidenten

Wahl

 

US-Wahl 2020 So funktioniert die Präsident­schafts­wahl in den USA

US-Wahl 2020 - Präsidentschaftswahl

Präambel der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika

Foto: Wynn Pointaux „wynpnt“ / Pixabay. Pixabay-Lizenz

Alle vier Jahre können die amerikanischen Wahl­berechtigten ihren Präsidenten und dessen Vize­präsidenten wählen. Es handelt sich um eine indirekte Wahl, bei der der Präsident nicht von der wahl­berechtigten Bevölkerung, sondern von Wahl­leuten gewählt wird.

Wie verläuft eine Präsident­schafts­wahl in den USA?

Die Wahl erfolgt in den folgenden drei Phasen:

Phase 1: die Vorwahlen

In den Vorwahlen werden die Kandidaten der großen Parteien festgelegt. Sie dienen dazu, den künftigen Präsidentschaftskandidaten zu legitimieren und seine Beliebtheit in der Bevölkerung zu testen. Im Anschluss an die Vorwahlen, meist im Juli oder August des Wahljahres, finden nationale Parteitage statt, auf denen die Delegierten den endgültigen Kandidaten der Partei wählen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, eine Vorwahl durchzuführen:

  • Caucuses (Wahlversammlungen): Ein Caucus ist eine regionale Versammlung registrierter Parteimitglieder, bei denen diese Delegierte wählen. Die Delegierten vertreten die Mitglieder auf dem nationalen Parteitag und stimmen dort für einen bestimmten Kandidaten.
  • Primaries (Vorwahlen): In den Primaries bestimmen die Wähler über Wahlzettel, wen die Delegierten ihres Bundesstaats auf der nationalen Parteiversammlung im Sommer wählen sollen. Bei Open Primaries kann jeder Wahlberechtigte abstimmen, unabhängig von seiner Parteizugehörigkeit. Bei Closed Primaries hingegen dürfen nur Parteimitglieder ihre Stimme abgeben.

Welches dieser Verfahren angewendet wird, ist abhängig vom Bundesstaat und der Partei.

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Phase 2: die indirekte Präsidentschaftswahl

Alle vier Jahre findet am Dienstag nach dem ersten Montag im November die indirekte Präsident­schafts­wahl statt. Der Termin für die nächste US-Wahl ist der 03. November 2020. Es besteht auch die Möglichkeit, schon vor dem Wahltermin per Briefwahl oder persönlich zu wählen (Early Voting).

Die amerikanischen Wahlberechtigten wählen nicht direkt einen Kandidaten, sondern Wahlleute. Diese bilden das Electoral College, das aus 538 Mitgliedern besteht. Abhängig von der Größe eines Bundesstaats wird diesem eine bestimmte Menge an Wahlleuten zugeordnet. Kalifornien, der größte Bundesstaat, hat beispielsweise 55 Wahlleute, Wyoming hingegen nur drei.

US-Wahl 2020 – Electoral College: Wahlergebnisse nach US-Bundestaat (Ausgangslage)

AL: Alabama, AK: Alaska, AZ: Arizona, AR: Arkansas, CA: Kalifornien, CO: Colorado, CT: Connecticut, DC: Washington, D.C., DE: Delaware, FL: Florida, GA: Georgia, HI: Hawaii, ID: Idaho, IL: Illinois, IN: Indiana, IA: Iowa, KS: Kansas, KY: Kentucky, LA: Louisiana, ME: Maine, MD: Maryland, MA: Massachusetts, MI: Michigan, MN: Minnesota, MS: Mississippi, MO: Missouri, MT: Montana, NE: Nebraska, NV: Nevada, NH: New Hampshire, NJ: New Jersey, NM: New Mexico, NY: New York, NC: North Carolina, ND: North Dakota, OH: Ohio, OK: Oklahoma, OR: Oregon, PA: Pennsylvania, RI: Rhode Island, SC: South Carolina, SD: South Dakota, TN: Tennessee, TX: Texas, UT: Utah, VT: Vermont, VA: Virginia, WA: Washington (Bundesstaat), WV: West Virginia, WI: Wisconsin, WY: Wyoming

Phase 3: das Electoral College und das offizielle Ergebnis

Das System des Electoral Colleges

41 Tage nach dem Wahltag finden Meetings of Electors statt, Treffen in den Hauptstädten der Bundesstaaten, bei denen die Wahlleute den Präsidenten und den Vizepräsidenten wählen. In der Regel stimmen alle Wahlleute eines Bundesstaats nach dem „The Winner Takes It All“-Prinzip für den Kandidaten, der in diesem Staat die meisten Wählerstimmen erhalten hat.

Dies kann dazu führen, dass ein Kandidat zwar bei den Wahlleuten eine Mehrheit erzielt, aber keine Mehrheit der Wählerstimmen. Dies geschah zuletzt bei der US-Wahl 2016, bei der Donald Trump die Stimmen von 304 Wahlleuten und damit eine eindeutige Mehrheit erhielt. Im Gesamtergebnis der Wählerstimmen lag allerdings Hillary Clinton zwei Prozentpunkte vor Donald Trump.

Der Ablauf der endgültigen Wahl 2020

Der Termin für die nächsten Meetings of Electors ist der 14. Dezember 2020. Die Stimmzettel, die die Wahlleute bei diesem Treffen ausfüllen, werden versiegelt an den Präsidenten des Senats versandt.

Auf einer Sitzung des Senats Anfang Januar 2021 werden diese Stimmzettel ausgezählt und der offizielle Sieger der Präsident­schafts­wahl wird bekannt gegeben.

Am 20. Januar 2021 werden der gewählte Präsident und sein Vizepräsident offiziell in das Amt eingeführt.

Wahl

 

Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2020

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US-Wahl 2020 Donald Trump und weitere Kandidaten der Republikaner

Zuletzt aktualisiert: 21.02.2020

Mögliche Kandidaten der Republikaner

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US-Wahl 2020 - Umfrage zu den Kandidaten der Republikaner

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US-Präsidentschaftswahl 2020: Umfragewerte für die Bewerber der Republikaner

„Wen würden Sie für die Nominierung als Kandidat der Republikaner für die Präsident­schafts­wahl 2020 unterstützen?“

  • Donald Trump: 91 %
  • Rocky De La Fuente: 2 %
  • Bill Weld: 1 %
  • Sonstige, keine/keinen, unsicher/keine Antwort: 5 %

YouGov/Economist-Umfrage. Befragt wurden 358 Republikaner und republikanisch orientierte Unabhängige. Zeitraum: 17. – 18. Februar 2020. Fehlergrenze: N/A.

Bill Weld: Ein Ex-Kandidat der Libertarian Party will Trump herausfordern

William „Bill“ Floyd Weld (73) war von 1991 bis 1997 republi­kanischer Gouverneur des Bundes­staats Massachusetts. Vor der Präsidentschafts­wahl 2016 verließ er die Republi­kanische Partei, um für die Libertarian Party als Vize des Präsidentschafts­kandidaten Gary Johnson an der Wahl teil­zunehmen. Johnson und Weld erzielten das beste Wahl­ergebnis der Geschichte der Partei und bekamen 3,3 Prozent der Wähler­stimmen (etwa 4,5 Millionen).

US-Präsidentschaftswahl - Bill Weld (Republikaner)

Der Ex-Präsidentschafts­kandidat der Libertarian Party Bill Weld fordert Trump heraus

Bildquelle: Gary Johnson auf Flickr. Lizenz: CC BY 2.0

Anfang 2019 kehrte Bill Weld zurück zu den Republi­kanern. Im April 2019 gab er seine Teilnahme an der Präsidentschafts­wahl 2020 offiziell bekannt, als zweiter offizieller Kandidat der Republi­kaner nach Donald Trump. Bill Weld gehört dem moderaten Flügel der Partei an. Vor der Präsidentschafts­wahl 2008 unterstützte er sogar den Kandidaten der Demokraten, Barack Obama, in seinem Wahl­kampf gegen den Republikaner John McCain.

In einem Teil des rechten Lagers der Republi­kaner wird Bill Welds Kandidatur als Sabotage von Trumps Wahl­kampf verstanden.1 Weld selbst äußert sich Trump gegenüber extrem kritisch: Für ihn wäre es eine „politische Tragödie“, wenn Trump 2020 wieder­gewählt würde. Kurz nach der Bekannt­gabe seiner eigenen Kandidatur forderte Weld Trump zum Rücktritt auf und sagte:

„Trumps maßlose Unehrlichkeit und Paranoia machen ihn unfähig, als Präsident zu dienen. Ausnahms­weise sollte er einmal das Wohl der Vereinigten Staaten über sein eigenes Ego stellen und zurücktreten.“ 2

Prominente Republikaner, die bei der Präsidentschafts­wahl 2020 nicht kandidieren

Mike Pence

Vor Beginn seiner politischen Karriere arbeitete Mike Pence, der aus Indiana stammt, als Anwalt und Radio­moderator. Von 2001 bis 2013 vertrat er Indiana als Abgeordneter im Repräsentan­ten­haus und war dort Mitglied der Ausschüsse für Landwirtschaft und für Außen­politik. Nach einem knappen Wahlsieg bei der Gouverneurs­wahl führte Pence das Amt des Gouverneurs bis 2017 aus.

Mike Pence bei der Präsidentschaftswahl 2020

US-Präsident Donald Trump zieht 2020 vermutlich erneut mit seinem Vize Mike Pence in den Wahlkampf.

Foto: Gage Skidmore. Quelle: Flickr. Lizenz: CC BY-SA 2.0

„Ich bin ein Christ, ein Konservativer, ein Republikaner – in dieser Reihenfolge“

Mike Pence gilt als einer der konservativsten Vize­präsidenten der letzten Jahre. So lehnt er z.B. Abtreibungen und gleich­geschlecht­liche Ehe­schließungen ab, möchte die Möglichkeiten der legalen Migration einschränken und befürwortet die Todes­strafe. In seiner Zeit als Gouverneur Indianas senkte Pence Unternehmens­steuern und sprach sich für einen Ausbau der Kohle­förderung aus.

Obwohl Pence bei Umfragen unter Wählern der Republikaner gute Ergebnisse erzielt, stellte er deutlich klar, dass er bei der nächsten Präsident­schafts­wahl nicht gegen Donald Trump antreten werde. Medien­berichten zufolge strebt er statt­dessen eine Kandidatur bei der Präsident­schafts­wahl 2024 an.3

Nikki Haley

Nimrate Haley, genannt Nikki Haley, wuchs als Tochter indischer Einwanderer im Bundes­staat South Carolina auf und studierte dort Buchhaltung. 2010 gewann sie die Wahl zur Gouverneurin South Carolinas und führte dieses Amt sechs Jahre lang aus. Von 2017 bis Herbst 2018 vertrat sie die USA als Botschafterin bei den Vereinten Nationen.

US-Wahl 2020 - Kandidatin der Republikaner Nikki Haley

Nikki Haley erklärte, 2020 nicht anzutreten. Für 2024 schloss sie eine Kandidatur allerdings nicht aus.

Foto: Official Governor’s Office of South Carolina/Zach Pippin/Flickr. Lizenz: Public Domain

Während der republikanischen Vorwahlen zur Präsident­schafts­wahl 2016 distanzierte sich Haley von Donald Trump und unterstütze seine Gegner. In ihrer Zeit als UN-Botschafterin hingegen vertrat sie grundsätzlich seine außen­politischen Positionen. Sie tritt für typisch republi­kanische Forderungen wie ein Verbot von Schwanger­schafts­abbrüchen und das Recht auf Waffen­besitz ein.

Haley gab an, dass sie bei der nächsten Präsident­schafts­wahl nicht gegen Donald Trump antreten werde. Medien­berichten zu Folge plant sie aber, bei der Präsident­schafts­wahl 2024 als Kandidatin anzutreten.4

Wahl

 

US-Wahl 2020 Diese Kandidaten treten gegen Donald Trump an

Zuletzt aktualisiert: 26.03.2020

Die nächste Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten wird am Dienstag, den 3. November 2020 stattfinden. Es handelt sich um eine indirekte Wahl: Gewählt werden die 538 Wahlleute des Electoral College, die im Dezember 2020 den Präsidenten und den Vize­präsidenten wählen werden. Weitere Informationen zu dem zeitlichen Ablauf der Wahl finden Sie im Artikel „US-Wahl 2020: alle Termine“.

Der amtierende Präsident Donald Trump strebt als Kandidat der Republikaner eine Wiederwahl für eine zweite Amtszeit an. Bei der Demokra­tischen Partei sind Joe Biden und Bernie Sanders die einzigen Kandidaten, die noch für die Nominierung in Frage kommen.

Mögliche Kandidaten der Demokraten

Der Kandidat der Demokratischen Partei für die nächste Präsident­schafts­wahl wird Mitte Juli 2020 auf dem Nominierungs­parteitag der Partei (Democratic National Convention) festgelegt. Der offiziellen Nominierung des Spitzen­kandidaten der Demokraten gehen Vorwahlen in allen 51 US-Bundesstaaten voraus, sodass der Kandidat voraus­sichtlich vor der Versammlung bereits feststehen wird.

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US-Wahl 2020 - Umfrage zu den Kandidaten der Demokraten bei der Präsidentschaftswahl

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US-Präsidentschaftswahl 2020: Umfragewerte für die Bewerber der Demokraten

„Wen würden Sie für die Nominierung als Kandidat der Demokraten für die Präsidentschaftswahl 2020 unterstützen?“

  • Joe Biden: 54 %
  • Bernie Sanders: 38 %
  • Tulsi Gabbard: 2 %
  • Sonstige, keine/keinen, unsicher/keine Antwort: 6 %

„Morning Consult“-Umfrage vom 5. März 2020 mit 1.390 Teilnehmern. Fehlergrenze: ± 3,0  %

Joe Biden

Joseph Robinette Biden Jr. kam im November 1942 im Bundesstaat Pennsylvania auf die Welt. Nach seinem Studium arbeitete er kurz als Anwalt, bevor er 1972 politisch aktiv wurde. Im Jahr 1972 wurde er mit 30 Jahren zum Senator des Bundes­staats Delaware gewählt und war damit der fünftjüngste Senator in der amerikanischen Geschichte.

Joe Biden (Demokrat) - US-Wahl 2020

Joe Biden, 47. Vize­präsident der USA und möglicher Kandidat für die Präsidentschaftswahl 2020

Foto: LBJ Library/Jay Godwin/Flickr. Lizenz: Public Domain/gemeinfrei

Während seiner Zeit im Senat, zwischen 1973 und 2009, war Joe Biden unter anderem Teil des Ausschusses für Außenpolitik. Joe Biden trat bereits zweimal bei einer Präsident­schafts­wahl (1988 und 2008) an, zog seine Kandidatur aber beide Male bereits vor dem Nominierungs­parteitag zurück.

Im August 2008 wurde Joe Biden vom damaligen Präsident­schafts­kandidaten der Demokraten, Barack Obama, zum Vize­präsident­schafts­kandidaten ernannt. Im November 2008 konnte Barack Obama die Präsident­schafts­wahl für sich entscheiden, wodurch Joe Biden im Januar 2009 zum 47. Vize­präsidenten der USA wurde. Im Jahr 2012 gelang dem Duo die Wiederwahl. Joe Bidens Amtszeit als Vize­präsident endete im Januar 2017.

Diagramm

US-Wahl – Umfrage (Trump vs Biden)

Text

US-Präsidentschaftswahl 2020: Trump vs. Biden

  • Joe Biden: 53 %
  • Donald Trump: 47 %

„Emerson College“-Umfrage vom 19. März 2020 mit 1.100 Teilnehmern. Fehlergrenze: ± 2,9  %

Biden kandidiert ohne Obamas Unterstützung

Erst am 25. April 2019 gab Joe Biden seine Kandidatur in einem Twitter-Video und auf Facebook offiziell bekannt. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits der 20. „Hauptkandidat“ (englisch: major candidate) der Demokraten – eine Rekordzahl. In seinem Ankündigungsvideo erklärte er wie folgt, warum er ohne die Unterstützung seines Freundes und früheren Vorgesetzten Barak Obama antritt:

„Ich habe Präsident Obama gebeten, keinen Kandidaten öffentlich zu unterstützen: Wer auch immer die Nominierung (der Demokraten) gewinnt, sollte sie aus eigener Kraft gewinnen.“

Bernie Sanders

Bernie Sanders - Kandidat der Demokraten bei der US-Wahl 2020

Bernie Sanders, möglicher Kandidat der Demokraten bei der Präsidentschaftswahl 2020

Foto: Gage Skidmore. Quelle: Flickr. Lizenz: CC BY-SA 2.0

Bernard Sanders, geboren im September 1941 in New York, studierte Politik­wissen­schaften an der University of Chicago. Seine Karriere als aktiver Politiker begann, als er zwischen 1981 und 1989 Bürgermeister Burlingtons, der größten Stadt des Bundesstaats Vermont, war.

1990 gewann Bernie Sanders die Wahl zum Vertreter des Bundesstaats Vermont im amerikanischen Repräsentanten­haus. Sanders, der keiner Partei angehörte, war von 1991 bis 2007 Mitglied des Repräsentanten­hauses. 2006 gewann er in Vermont die Wahl zum Senator und ist dadurch seit 2007 Mitglied des amerikanischen Senats. In den Jahren 2012 und 2018 gelang Sanders seine Wiederwal zum Senator.

Im Februar 2019 gab Sanders bekannt, dass er bei der Präsident­schafts­wahl 2020 kandidieren werde. Da eine Kandidatur als Politiker ohne Partei­zugehörigkeit viel Aufwand mit sich bringt, entschied er sich dafür, an den Vorwahlen der Demokratischen Partei teilzunehmen.

Diagramm

Neue Umfrage (Trump vs Sanders)

Text

US-Präsidentschaftswahl 2020: Trump vs. Sanders

  • Bernie Sanders: 53 %
  • Donald Trump: 47 %

„Emerson College“-Umfrage vom 19. März 2020 mit 1.100 Teilnehmern. Fehlergrenze: ± 2,9  %

Prominente Demokraten, die bei der Präsidentschafts­wahl 2020 nicht kandidieren

Bevor sich das Bewerberfeld der Demokraten formte, gab es in amerika­nischen Medien lebhafte Spekula­tionen über mögliche Präsidentschafts­kandidaten. Spätestens seit dem Wahlsieg Donald Trumps bei der Präsidentschafts­wahl 2016 war klar, dass auch politisch unerfahrene Kandidaten Wahlen gewinnen können. Deswegen standen neben Politikern vor allem verschiedene Prominente und Unternehmer im Fokus der Spekulationen.

Michelle Obama

Michelle Obama, die von 2009 bis 2017 First Lady war, gilt als die am meisten bewunderte Frau in den USA. Aufgrund ihrer Beliebtheit wurde in den Medien wiederholt über eine Präsidentschafts­kandidatur der Juristin spekuliert. Manche Journalisten gingen sogar so weit, sie als „einzige Kandidatin, die Trump schlagen könnte“, zu bezeichnen.1

Kandidiert Michelle Obama bei der Präsidentschaftswahl in den USA?

Michelle Obama wird nicht Präsidentschaftsbewerberin

Foto: Gage Skidmore/Flickr. Lizenz: CC BY-SA 2.0

Michelle Obama hat allerdings wiederholt eine Präsidentschafts­kandidatur ausgeschlossen,2 da sie nicht an einer politischen Karriere interessiert ist. Ihr Mann Barack Obama bekräftigte dies bereits vor der letzten Präsidentschafts­wahl: „Es gibt drei Dinge, die im Leben sicher sind: der Tod, Steuern und dass Michelle nicht für die Präsidentschaft kandidieren wird.“3

Oprah Winfrey

Oprah Winfrey ist eine in den USA äußerst bekannte Talkshow-Moderatorin und mit einem Vermögen von circa 2,5 Milliarden Dollar die reichste Afro­amerikanerin der Welt. Laut Forbes ist sie eine der groß­zügigsten Philanthropen Amerikas und setzt sich insbesondere für die Bildung von Mädchen in Südafrika ein.

Oprah wurde mehrfach als eine der einfluss­reichsten Personen ihrer Zeit aus­gezeichnet. Aufgrund dessen wurde in amerika­nischen Medien über eine Präsidentschafts­kandidatur Oprahs spekuliert. Verstärkt wurde dies durch Medien­berichte, dass verschiedene Demokraten sich Oprah als Kandidatin wünschen würden. Oprah schloss jedoch wiederholt aus, aktive Politikerin zu werden.4

Hillary Clinton

Hillary Clinton, ehemalige Senatorin und Außen­ministerin der USA, war bei der Präsidentschafts­wahl 2016 die Kandidatin der Demokraten und erhielt 2,9 Millionen mehr Wählerstimmen als ihr Gegner Donald Trump. Sie bekam jedoch nicht die Mehrheit der Stimmen der Wahl­leute des Electoral College – so wurde sie trotzdem nicht Präsidentin der USA.

Hillary Clinton nimmt an der Präsidentschaftswahl in den USA nicht teil

Hillary Clinton kandidiert nicht erneut für US-Präsidentschaft

Foto: LBJ Library/Jay Godwin/Flickr. Lizenz: Public Domain/gemeinfrei

Seit dieser knappen Niederlage bei der letzten Präsidentschafts­wahl gab es in den Medien Spekulationen über eine erneute Kandidatur der ehemaligen First Lady bei der Wahl 2020. Doch Clinton gab an, dass sie zwar gerne Präsidentin wäre, aber kein Interesse daran habe, erneut zu kandidieren.

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Demokraten, die ihre Präsidentschafts­kandidatur aufgegeben haben

Elizabeth Warren

Elizabeth Warren zog sich am 5. März 2020 aus dem Präsidentschafts­rennen zurück.5 Zwei Tage zuvor musste sie beim „Super Tuesday“ eine eindeutige Niederlage einstecken: Sie konnte in keinem der 14 US-Staaten die Vorwahlen gewinnen. Ihr Rückzug könnte ihrem Partei­kollegen Bernie Sanders zugute­kommen: Beide gehören dem linken Flügel der Demokratischen Partei an und haben ein sehr ähnliches politisches Programm.6

US-Wahl 2020 - Kandidat der Demokraten Elisabeth Warren

Elizabeth Warren hat ihre Kandidatur nach dem „Super Tuesday“ zurückgezogen

Foto: ElizabethForMA/Flickr. Lizenz: CC BY 2.0

Elizabeth Ann Warren wurde im Juni 1949 im Bundesstaat Oklahoma geboren. Von 1987 bis 2002 arbeitete sie als Professorin für Wirtschafts­recht unter anderem an der Harvard Law School. Als Expertin für Wirtschafts­recht war sie wiederholt als politische Beraterin aktiv.

Bereits im Vorfeld der Präsident­schafts­wahl 2016 gab es Spekulationen über eine mögliche Kandidatur Warrens. Sie zeigte allerdings kein Interesse und unterstützte die Kandidatin Hillary Clinton. Warren, die bis Mitte der 1990er-Jahre als Republikanerin registriert war, zählt heute zu den schärfsten Kritikern des amtierenden Präsidenten Donald Trump.

Michael Bloomberg

Michael Bloomberg zog seine Kandidatur am 4. März 2020 zurück, einen Tag nach dem sogenannten Super Tuesday. Trotz einer Investition von 500 Millionen Dollar in Wahlwerbung konnte sich der Medienmogul und Multi­milliardär in keinem der 14 Staaten durchsetzen.7 Er kündigte an, den Ex-US-Vize­präsidenten Joe Biden zu unterstützen – beide gehören dem rechten Flügel der Demokratischen Partei an.

Präsidentschaftswahl in den USA - Michael Bloomberg, Ex-Kandidat der Demokraten

Michael Bloomberg war bis 2013 Ober­bürgermeister von New York City

Foto: Gage Skidmore/Flickr. Lizenz: CC BY-SA 2.0

Der Unternehmer Michael Bloomberg gehört mit seinem auf 58 Milliarden US-Dollar geschätzten Vermögen zu den zehn reichsten Männern der Welt. Er war 11 Jahre lang Ober­bürgermeister von New York City (von 2002 bis 2013). In den letzten Jahren nutzte er sein Vermögen für Wahlkampf­spenden an andere Politiker und für wohl­tätige Arbeit mit Fokus auf Klimaschutz, Bildung sowie Kunst und Kultur.

Pete Buttigieg

Pete Buttigieg aus dem Bundesstaat Indiana wurde im Januar 1982 geboren und ist damit einer der jüngsten der möglichen Kandidaten der Demokraten. Er studierte Geschichte, Literatur­wissenschaften und Politik in Harvard und Oxford und ist ein Veteran des Afghanistan­krieges. Seit 2012 ist er Bürger­meister in seiner Heimatstadt.

Pete Buttigieg - US-Präsidentschaftswahl

Pete Buttigieg, einer der jüngsten Bewerber der Demokraten

Foto: Gage Skidmore. Quelle: Flickr. Lizenz: CC BY-SA 2.0

Als offen Homosexueller spricht sich Buttigieg gegen die Diskri­mi­nierung von Homo- und Trans­sexuellen aus. Er vertritt weitere typisch demo­kra­tische Positionen wie z. B. die Forderung nach strengeren Waffen­gesetzen oder die Einführung einer Reichensteuer.

Buttigieg fordert die Abschaffung des Electoral College zugunsten einer direkten Präsi­dent­schafts­wahl. Seine eigene Kandidatur für die nächste Präsi­dent­schafts­wahl gab er im Januar 2019 bekannt und rückte anschließend stark in den Fokus amerikanischer Medien.

Kamala Harris

Kamala Devi Harris wurde 1964 im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien geboren und wuchs dort sowie später in Montreal, Kanada, als Kind eines jamaikanischen Vaters und einer indischen Mutter auf. Nach einem Studium der Politik- und der Wirtschafts­wissenschaften absolvierte sie ein Jurastudium und arbeitete anschließend als Anwältin.

Im November 2010 wurde Kamala Harris zur Attorney General des Bundes­staats Kalifornien gewählt. In dieser Position hatte sie sowohl Funktionen einer Justiz­ministerin als auch einer General­staats­anwältin. Nach ihrer Wiederwahl im Jahr 2014 führte sie dieses Amt bis Anfang 2017 aus.

Kamala Harris - Kandidatin bei der US-Wahl 2020

Kamala Harris, mögliche Kandidatin der Demokraten bei der US-Wahl 2020

Foto: Office of Senator Kamala Harris. Lizenz: Public Domain

Kamala Harris nahm im November 2016 an der Wahl zum kalifornischen Senator teil und konnte diese mit 62,6 Prozent der Stimmen für sich entscheiden. Seit Januar 2017 ist sie als Senatorin Kaliforniens Mitglied des amerikanischen Senats. In diesem gehört sie den Ausschüssen für Haushalt, Umwelt, Heimatschutz und Geheimdienste an.

Beto O’Rourke

Robert Francis O’Rourke, genannt Beto O’Rourke, wurde im September 1972 im Bundes­staat Texas geboren. Der Literatur­wissenschaftler arbeitete unter anderem als Musiker, Journalist und Geschäfts­führer einer Firma für Webdesign.

O’Rourke war von 2013 bis 2018 Mitglied des amerikanischen Repräsentanten­hauses. Sein Mandat im Repräsentanten­haus legte er 2018 nieder, um an der Wahl zum texanischen Senator teil­zunehmen. Diese Wahl verlor er mit nur drei Prozent­punkten Abstand zu seinem Gegner Ted Cruz, einem national bekannten und einfluss­reichen Republikaner. Im März 2019 verkündete O’Rourke seine Präsidentschafts­kandidatur.

Beto O'Rourke, Ex-Kandidat bei der nächsten Präsidentschaftswahl in den USA

Beto O’Rourke, Kandidat der Demokraten

Foto: Erik Drost. Quelle: Flickr. Lizenz: CC BY 2.0

Beto O’Rourke vertritt sowohl wirtschafts­freundliche Positionen, wie die Forderung nach einer geringeren Regulierung der Finanz­märkte, als auch linke Positionen: So kritisiert er zum Beispiel die amerikanische Einwanderungs­politik unter Donald Trump und spricht sich für strengere Waffen­gesetze aus. Durch das geschickte Einsetzen von Live­streams und Social Media lässt O’Rourke die Öffentlichkeit an seinen politischen Aktivitäten teilnehmen und erreichte so nationale Bekanntheit.

Aufgrund seiner politischen Positionen, seines Wahlkampf­stils und seines Charismas wird Beto O’Rourke häufig mit dem früheren Präsidenten Barack Obama verglichen. Beobachter rechnen deswegen damit, dass O’Rourke viele ehemalige Unterstützer Obamas für sich gewinnen kann.8

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