Landtagswahl in Thüringen 2019

Zuletzt aktualisiert: 19.09.2019

Wann findet die nächste Landtagswahl in Thüringen statt?

Die nächste Landtags­wahl in Thüringen findet am Sonntag, den 27. Oktober 2019, statt – nur acht Wochen nach den Landtags­wahlen in Sachsen und Brandenburg. Offiziell wird sie „Wahl zum 7. Thüringer Landtag“ genannt.

Termin der Landtagswahl in Thüringen 2019

Mit dem folgenden Link können Sie den Termin für die Landtags­wahl (inklusive der Öffnungs­zeiten der Wahl­lokale) in Ihren elektro­nischen Kalender eintragen:

Landtagswahl in Thüringen: Letzte Umfrage

Umfrage

Landtagswahl in Thüringen - Umfrage

Ausgangslage

Landtagswahl in Thüringen - Ausgangslage

Text

Letzte Umfrage zur Landtagswahl in Thüringen 2019

Sonntagsfrage: „Wenn am nächsten Sonntag Landtags­wahl wäre, welche der folgenden Parteien würden Sie dann wählen?“

  • Die Linke: 28,0 % (- 0,2)
  • AfD: 25,0 % (+ 14,4)
  • CDU: 22,0 % (- 11,5)
  • Bündnis 90/Die Grünen: 8,0 % (+ 2,3)
  • SPD: 7,0 % (- 5,4)
  • FDP: 5,0 % (+ 2,5)
  • Sonstige: 5,0 % (- 2,2)

„Infratest dimap“-Umfrage vom 16.09.2019 mit 1.001 Teilnehmern im Auftrag des MDR. Zeitraum: 10.09. – 14.09.2019.

Ausgangslage: endgültiges Ergebnis der Landtagswahl in Thüringen 2014 (Zweitstimmen)

  • CDU: 33,5 %
  • Die Linke: 28,2 %
  • SPD: 12,4 %
  • AfD: 10,6 %
  • Bündnis 90/Die Grünen: 5,7 %
  • NPD: 3,6 %
  • FDP: 2,5 %
  • FW: 1,7 %
  • Sonstige: 1,9 %

Wahlergebnis in Prozent der abgegebenen gültigen Zweit­stimmen. Wahlbeteiligung: 52,7 %.

Entwicklung der Umfragewerte

Landtagswahl in Thüringen - Entwicklung der Umfragewerte (Sonntagsfrage)

Sitzverteilung im Thüringer Landtag

Bei der Landtagswahl werden die Abgeordneten des Thüringer Landtag gewählt. Der Landtag besteht regulär aus 91 Sitzen, eine Mehrheit ergibt sich also ab 46 Sitzen. Wie zum Beispiel auch in Brandenburg, Bayern und Hessen erfolgt die Sitz­zuteilung nach dem Hare/Niemeyer-Verfahren.

Mit FDP

Landtagswahl in Thüringen - Sitzverteilung im Landtag (6 Parteien)

Ohne FDP

Landtagswahl in Thüringen - Sitzverteilung im Landtag

Ausgangslage

Landtagswahl in Thüringen 2019 - Sitzverteilung und Sitzordnung im Landtag (Ausgangslage)

Text

Sitzverteilung im Thüringer Landtag nach der Landtagswahl 2019 (Projektion) – 7. Wahlperiode 2019–2024

Insgesamt 91 Sitze (ohne Überhang- und Ausgleichsmandate).

1. Projektion (mit FDP)

Grundlage: „Infratest dimap“-Umfrage vom 16.09.2019 im Auftrag des MDR

  • Die Linke: 27 Sitze
  • Bündnis 90/Die Grünen: 7 Sitze
  • SPD: 7 Sitze
  • FDP: 5 Sitze
  • CDU: 21 Sitze
  • AfD: 24 Sitze

2. Projektion (ohne FDP)

Grundlage: INSA-Umfrage vom 22.08.2019 im Auftrag der Mediengruppe Thüringen

  • Die Linke: 26 Sitze
  • Bündnis 90/Die Grünen: 11 Sitze
  • SPD: 9 Sitze
  • CDU: 24 Sitze
  • AfD: 21 Sitze

Thüringer Landtag: Sitzverteilung in der 6. Wahlperiode (nach der Landtagswahl 2014)

  • Die Linke: 28 Sitze
  • Bündnis 90/Die Grünen: 6 Sitze
  • SPD: 12 Sitze
  • CDU: 34 Sitze
  • AfD: 11 Sitze

Insgesamt 91 Sitze.

Mögliche Koalitionen nach der Landtagswahl in Thüringen

Bodo Ramelow, Minister­präsident Thüringens und Spitzenkandidat der Linken bei der Lantagswahl

Bodo Ramelow, amtierender Minister­präsident Thüringens und Spitzen­kandidat der Linken

Foto: Martin Heinlein, Quelle: Die Linke auf Flickr, Lizenz: CC BY 2.0

Seit der Landtagswahl in Thüringen 2014 führt Minister­präsident Bodo Ramelow (Die Linke) eine Dreier-Koalition aus der Linken, SPD und Grünen. Ob Ramelow nach der Landtagswahl 2019 erneut an der Spitze einer rot-grün-roten Koalition steht, lässt sich nicht prognos­ti­zieren: Auf der Grundlage der INSA-Umfrage vom 22.08.2019 bekäme eine solche Koalition eine knappe Mehrheit, nach früheren sowie späteren Umfragen kann kein etabliertes Regierungs­bündnis eine Mehrheit erreichen.

Mit FDP

Landtagswahl in Thüringen - Koalitionsrechner

Ohne FDP

Landtagswahl in Thüringen - Mögliche Koalitionen nach der nächsten Landtagswahl (Koalitionsrechner)

Text

Landtagswahl in Thüringen: Koalitionsrechner mit FDP

Grundlage für die Projektion: Infratest dimap-Umfrage vom 16.09.2019. Insgesamt 91 Sitze (ohne Überhang- und Ausgleichsmandate). Eine Mehrheit ergibt sich ab 46 Sitzen.

  • Schwarz-Gelb-Blau: 21 + 5 + 24 = 50 Sitze
  • Schwarz-Blau: 21 + 24 = 45 Sitze
  • Rot-Rot-Grün: 7 + 27 + 7 = 41 Sitze
  • Schwarz-Rot-Grün: 21 + 7 + 7 = 35 Sitze
  • Jamaika-Koalition: 21 + 5 + 7 = 33 Sitze
  • Schwarz-Grün: 21 + 7 = 29 Sitze
  • Große Koalition: 21 + 7 = 29 Sitze
  • Schwarz-Gelb: 21 + 5 = 26 Sitze
  • Ampelkoalition: 7 + 5 + 7 = 19 Sitze

Landtagswahl in Thüringen: Koalitionsrechner ohne FDP

Grundlage für die Projektion: INSA-Umfrage vom 22.08.2019.

  • Rot-Grün-Rot: 26 + 11 + 9 = 46 Sitze
  • Schwarz-Blau: 24 + 21 = 45 Sitze
  • Schwarz-Grün-Rot: 24 + 11 + 9 = 44 Sitze
  • Schwarz-Grün: 24 + 11 = 35 Sitze
  • Große Koalition: 24 + 9 = 33 Sitze

Schwarz-Blau ohne Mehrheit

Eine Koalition aus nur zwei Parteien scheint in Thüringen beinahe aus­geschlossen. In keiner Umfrage kommt ein Bündnis aus nur zwei Parteien auf eine Mehrheit im Landtag – abgesehen von einer un­realis­tischen Koalition zwischen der CDU und der Linken.

Auch ein Bündnis zwischen CDU und AfD ist laut aktuellen Umfragen rechnerisch nicht möglich – hier fehlen allerdings nur wenige Sitze. Sollte es nach der Wahl überraschend zu einer Mehrheit kommen, bleibt eine schwarz-blaue Koalition durch den „Abgrenzungs­beschluss“ der CDU aus­geschlossen. Dieser wurde auf dem 31. Parteitag der CDU im Dezember 2018 beschlossen und lautet:

„Die CDU Deutschlands lehnt Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammen­arbeit sowohl mit der Linkspartei als auch mit der Alternative für Deutschland ab.“1

Die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer erinnerte vor den Wahlen in Ost­deutschland an diesen Beschluss und pochte auf seine Gültigkeit. Dennoch stellt sich die WerteUnion immer klarer gegen das Kooperations­verbot mit der AfD: So kritisierte zum Beispiel der Vorsitzende der WerteUnion Alexander Mitsch im Juli 2019 das Kooperations­verbot mit der AfD.2

Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen in Thüringen

Die erste Wahl zum Thüringer Landtag nach der deutschen Wieder­vereinigung fand am 14. Oktober 1990 statt – wenige Wochen vor der Bundestags­wahl 1990. Die hohe Wahl­beteiligung von 71,7 Prozent wurde bei der darauf­folgenden Landtags­wahl 1994 noch übertroffen: Sie erreichte mit 74,8 Prozent ihren höchsten Wert in der jüngsten Geschichte des Landes. Dieser Höchstwert ist zum Teil der Bundestags­wahl 1994 zu verdanken, die an demselben Tag stattfand.

Bei den darauf folgenden Landtags­wahlen sank die Wahl­beteiligung in Thüringen um fast 15 Prozent­punkte und erreichte bei der Landtagswahl 2014 mit 52,7 Prozent ihren tiefsten Wert.

Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen in Thüringen

Landtagswahl 2019: Zunahme der Wahlbeteiligung auch in Thüringen zu erwarten

2019 fanden bereits in Sachsen und Brandenburg Landtags­wahlen statt und in der Freien Hansestadt Bremen gab es eine Bürgerschafts­wahl. Bei diesen Wahlen stieg die Wahl­beteiligung beträchtlich:

  • in Bremen: + 13,9 Prozentpunkte
  • in Brandenburg: + 13,4 Prozentpunkte und
  • in Sachsen: + 17,5 Prozentpunkte

Auch bei der Europawahl 2019 stieg die Wahl­beteiligung um 13,3 Prozent­punkte. In diesem Kontext ist auch bei der Landtagswahl 2019 in Thüringen ein Anstieg der Wahl­beteiligung um mehr als 10 Prozent­punkte zu erwarten.

Wahl

 

Landtagswahl in Brandenburg 2019

Zuletzt aktualisiert: 06.09.2019

Die letzte Landtags­wahl in Brandenburg fand am Sonntag, den 1. September 2019, statt. Offiziell wurde sie „Wahl zum 7. Landtag Brandenburgs“ genannt. Sie fand am selben Tag wie die Landtagswahl in Sachsen statt.

Landtagswahl in Brandenburg: Wahlergebnis

Vorl. Ergebnis

Landtagswahl in Brandenburg 2019 - Wahlergebnis

Ausgangslage

Landtagswahl in Brandenburg 2019 - Ausgangslage

Text

Ergebnis der Landtagswahl in Brandenburg 2019 ()

  • SPD: 26,2 % (- 5,7)
  • AfD: 23,5 % (+ 11,3)
  • CDU: 15,6 % (- 7,4)
  • Bündnis 90/Die Grünen: 10,8 % (+ 4,6)
  • Die Linke: 10,7 % (- 7,9)
  • BVB*/FW: 5,0 % (+ 2,3)
  • FDP: 4,1 % (+ 2,6)
  • Sonstige: 4,1 % (- 1,5)

Wahlbeteiligung: 61,3 %. Vorläufiges Endergebnis. Quelle: Der Landeswahlleiter für Brandenburg.
* BVB: Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen

Ausgangslage: endgültiges Ergebnis der Landtagswahl in Brandenburg 2014 (Zweitstimmen)

  • SPD: 31,9 %
  • CDU: 23,0 %
  • Die Linke: 18,6 %
  • AfD: 12,2 %
  • Bündnis 90/Die Grünen: 6,2 %
  • BVB/FW: 2,7 %
  • NPD: 2,2 %
  • Piraten: 1,5 %
  • FDP: 1,5 %
  • Sonstige: 0,4 %

Wahlergebnis in Prozent der abgegebenen gültigen Zweitstimmen. Wahlbeteiligung: 47,9 %.

Sitzverteilung im Landtag Brandenburg

Bei der Landtagswahl wurden die Abgeordneten des Landtags Brandenburg gewählt. Der Landtag besteht regulär aus 88 Sitzen, eine Mehrheit ergibt sich also ab 45 Sitzen. Wie zum Beispiel auch in Thüringen, Bayern und Hessen erfolgt die Sitz­zuteilung nach dem Hare/Niemeyer-Verfahren.

Sitzverteilung

Landtagswahl in Brandenburg - Sitzverteilung und Sitzordnung im Landtag

Ausgangslage

Sitzverteilung im Landtag Brandenburg nach der Landtagswahl (Ausgangslage)

Text

Sitzverteilung im Landtag Brandenburg – 7. Wahlperiode 2019–2024

  • SPD: 25 Sitze
  • AfD: 23 Sitze
  • CDU: 15 Sitze
  • Bündnis 90/Die Grünen: 10 Sitze
  • Die Linke: 10 Sitze
  • BVB*/FW: 5 Sitze

Insgesamt 88 Sitze (ohne Überhang- und Ausgleichsmandate). Vorläufiges Endergebnis.

Landtag Brandenburg: Sitzverteilung in der 6. Wahlperiode (nach der Landtagswahl 2014)

  • SPD: 30 Sitze
  • CDU: 21 Sitze
  • Die Linke: 17 Sitze
  • AfD: 11 Sitze
  • Bündnis 90/Die Grünen: 5 Sitze
  • BVB*/FW: 3 Sitze

Insgesamt 88 Sitze.
* BVB: Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen

Mögliche Koalitionen in Brandenburg nach der Landtagswahl 2019

Landtagswahl in Brandenburg - Mögliche Koalitionen im Landtag

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Umfragen zur Landtagswahl in Brandenburg 2019

Seit der letzten Landtagswahl am 14. September 2014 ist eine rot-rote Regierung aus SPD und Linken im Amt. Doch aller Voraus­sicht nach wird sich diese nicht halten können: Die SPD befindet sich laut Umfragen seit 2016 im freien Fall und ist nicht einmal länger stärkste Partei.

Letzte Umfrage

Landtagswahl 2019 in BrandenburgLandtagswahl in Brandenburg 2019 - Letzte Umfrage (Gewinne und Verluste)

Text

Letzte Umfrage zur Landtagswahl in Brandenburg 2019

Sonntagsfrage: „Wenn am nächsten Sonntag Landtags­wahl wäre, welche der folgenden Parteien würden Sie dann wählen?“

  • SPD: 22,0 % (- 9,9)
  • AfD: 21,0 % (+ 8,8)
  • CDU: 16,5 % (- 6,5)
  • Bündnis 90/Die Grünen: 14,5 % (+ 8,3)
  • Die Linke: 14,0 % (- 4,6)
  • FDP: 5,0 % (+ 3,5)
  • BVB*/FW: 4,0 % (+ 1,3)
  • Sonstige: 3,0 % (- 2,6)

„Forschungsgruppe Wahlen“-Umfrage vom 29.08.2019 mit 1.653 Teilnehmern im Auftrag des ZDF. Zeitraum: 26.08. –29.08.2019.
* BVB: Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen

Die SPD hält an Ministerpräsident Woidke fest

Seit 1990 ist die SPD ununterbrochen die stärkste Kraft in Brandenburg und stellt entsprechend den Minister­präsidenten. Seit August 2013 ist dies Dietmar Woidke, der seine Partei auch bei der letzten Landtags­wahl in den Wahlkampf führte.

Dietmar Woidke Kandidat der SPD bei der Landtagswahl in Brandenburg

Dietmar Woidke, amtierender Minister­präsident und Spitzenkandidat der SPD

Foto: Olaf Kosinsky/kosinsky.eu. Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE. Quelle: Wikimedia

Ministerpräsident und Parteichef Dietmar Woidke, am 22. Oktober 1961 in Naundorf bei Forst geboren, ist promovierter Agrar­wissenschaftler. Seit 1994 ist er Mitglied des Brandenburger Landtags. Zwischen 2004 und 2009 war er Umwelt­minister, von 2010 bis 2013 Innen­minister, bis er das Amt des zurück­getretenen Minister­präsidenten Matthias Platzeck übernahm.

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Landtagswahl in Sachsen 2019

Zuletzt aktualisiert: 02.09.2019

Landtagswahl in Sachsen: Wahlergebnis

Vorl. Ergebnis

Landtagswahl in Sachsen - Wahlergebnis

Ausgangslage

Landtagswahl 2019 in Sachsen - Ausgangslage

Text

Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen 2019 (Vorläufiges Endergebnis)

  • CDU: 32,1 % (- 7,3)
  • AfD: 27,5 % (+ 17,8)
  • Die Linke: 10,4 % (- 8,5)
  • Bündnis 90/Die Grünen: 8,6 % (+ 2,9)
  • SPD: 7,7 % (- 4,7)
  • FDP: 4,5 % (+ 0,7)
  • FW: 3,4 % (+ 1,8)
  • Sonstige: 5,8 % (- 2,6)

Wahlergebnis in Prozent der abgegebenen gültigen Listenstimmen (Zweitstimmen). Wahlbeteiligung: 66,6 %.

Ausgangslage: endgültiges Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen 2014 (Zweitstimmen)

  • CDU: 39,4 %
  • Die Linke: 18,9 %
  • SPD: 12,4 %
  • AfD: 9,7 %
  • Bündnis 90/Die Grünen: 5,7 %
  • NPD: 4,9 %
  • FDP: 3,8 %
  • Sonstige: 5,1 %

Wahlbeteiligung: 49,1 %.

Sitzverteilung im Sächsischen Landtag

Bei der Landtagswahl wurden die Abgeordneten des Sächsischen Landtags gewählt. Der Landtag besteht regulär aus 120 Sitzen, eine Mehrheit ergibt sich also ab 61 Sitzen. Wie auch in Niedersachsen und im Saarland erfolgt die Sitz­zuteilung nach dem D’Hondt-Verfahren.

Vorl. Ergebnis

Landtagswahl 2019 in Sachsen - Sitzverteilung und Sitzordnung im Landtag

Ausgangslage

Sitzverteilung und Sitzordnung im Landtag vor der Landtagswahl 2019

Text

Sitzverteilung im 7. Sächsischen Landtag nach der Landtagswahl 2019

  • CDU: 46 Sitze
  • AfD: 37 Sitze
  • Die Linke: 14 Sitze
  • Bündnis 90/Die Grünen: 11 Sitze
  • SPD: 10 Sitze

Insgesamt 118 Sitze. Vorläufiges Ergebnis.

Sitzverteilung im 6. Sächsischen Landtag (nach der Landtagswahl 2014)

  • CDU: 59 Sitze
  • Die Linke: 27 Sitze
  • SPD: 18 Sitze
  • AfD: 9 Sitze
  • Bündnis 90/Die Grünen: 8 Sitze
  • Fraktionslose Abgeordnete (ehem. AfD): 5 Sitze

Insgesamt 126 Sitze. Stand: 29.05.2018.

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Mögliche Koalitionen in Sachsen nach der Landtagswahl 2019

Landtagswahl in Sachsen - Mögliche Koalitionen nach der Landtagswahl

Eine Koalition mit der AfD galt bislang als aus­geschlossen: Vor jeder Landtags- oder Bundestags­wahl seit der Gründung der AfD im Jahr 2013 haben stets alle Parteien bekräftigt, dass sie keine Koalition mit der AfD eingehen würden.

Auch bei der Landtagswahl in Bayern 2018 schloss die CSU trotz programma­tischer Nähe im Vorfeld der Wahl eine schwarz-blaue Koalition aus und wäre eher ein Bündnis mit den Grünen eingegangen, als eine Koalition mit der AfD zu schließen.

Keine Mehrheit ohne die AfD?

Nach der nächsten Landtagswahl in Sachsen werden die Parteien vor einem ungewöhnlichen Problem stehen: keine der bislang üblichen Koalitionen erreicht eine Mehrheit im Sächsischen Landtag.

Schwarz-Blau könnte sogar die einzige Koalition aus zwei Parteien mit einer Sitz­mehrheit werden. Ob die AfD in Sachsen bald regiert und welche Konsequenzen dies hervor­rufen würde, wird bereits seit Monaten diskutiert.1

Landtagswahl in Sachsen: letzte Umfrage

Letzte Umfrage

Letzte Umfrage zur Landtagswahl in SachsenLandtagswahl in Sachsen - Letzte Umfrage (Gewinne und Verluste)

Text

Letzte Umfrage zur Landtagswahl in Sachsen 2019

Sonntagsfrage: „Wenn am nächsten Sonntag Landtags­wahl wäre, welche der folgenden Parteien würden Sie dann wählen?“

  • CDU: 32,0 % (- 7,4)
  • AfD: 24,5 % (+ 14,8)
  • Die Linke: 14,0 % (- 4,9)
  • Bündnis 90/Die Grünen: 11,0 % (+ 5,3)
  • SPD: 8,5 % (- 3,9)
  • FDP: 5,0 % (+ 1,2)
  • Sonstige: 5,0 % (- 5,0)

„Forschungsgruppe Wahlen“-Umfrage vom 29.08.2019 mit 1.657 Teilnehmern im Auftrag des ZDF. Zeitraum: 26.08. – 29.08.2019.

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Wahltrend zur Landtagswahl in Sachsen 2019

Sogenannte „Sonntagsfragen“ sind in Bezug auf die Landtags­wahl in Sachsen selten und werden – außer in den Wochen direkt vor der Wahl – in Abständen von mehreren Monaten durchgeführt.

Wahltrend

Als Grundlage für den Wahltrend (siehe Diagramme) dienen folgende Umfragen:

  • INSA-Umfrage vom 27.08.2019 im Auftrag der „BILD“ (Gewicht: 0,4)
  • „Forschungsgruppe Wahlen“-Umfrage vom 23.08.2019 im Auftrag des ZDF (Gewicht: 0,3)
  • „Infratest dimap“-Umfrage vom 22.08.2019 im Auftrag der ARD (Gewicht: 0,3)

Landtagswahl 2019 in SachsenLandtagswahl 2019 in Sachsen - Umfragen

Text

Wahltrend zur Landtagswahl in Sachsen 2019

  • CDU: 29,9 % (- 9,5)
  • AfD: 24,7 % (+ 15,0)
  • Die Linke: 15,0 % (- 3,9)
  • Bündnis 90/Die Grünen: 10,7 % (+ 5,0)
  • SPD: 8,0 % (- 4,4)
  • FDP: 5,0 % (+ 1,2)
  • FW: 3,7 % (+ 2,1)
  • Sonstige: 3,0 % (- 5,4)

Stand: 30.08.2019

Landtagswahl in Sachsen: hohe Verluste für die CDU

Ergebnisse der CDU Sachsen bei Bundestags- und Landtagswahlen bis 2019

Laut aktuellen Umfragen im Hinblick auf die kommende Landtags­wahl in Sachsen verliert keine Partei so viele Stimmen wie die CDU (-9,5 Prozent­punkte). Innerhalb eines Viertel­jahrhunderts könnte, die Christ­demokraten somit beinahe die Hälfte ihrer Wähler­schaft verlieren.

Die AfD wird voraussichtlich zweitstärkste Partei Sachsens

Landtagswahl - Wahlergebnisse der AfD bei Landtagswahlen und Bundestagswahlen

Die zum zweiten Mal bei einer Landtagswahl in Sachsen antretende AfD kann ihr Ergebnis der letzten Landtagswahl (9,7 Prozent­punkte) mehr als verdoppeln: Laut Umfragen bekommt die Partei 24,7 Prozent der Stimmen und positioniert sich damit als zweitstärkste Partei.

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Die Linke rutscht auf den dritten Platz ab

Ergebnisse der Linken Sachsen (Die LINKE) bei Landtagswahlen und Bundestagswahlen bis 2019

Bei der Landtagswahl 2019 wird die sächsische Linke (Eigen­schreibweise „DIE LINKE. Sachsen“) aller Voraussicht nach auf den dritten Platz abrutschen. Die Linkspartei verliert im Vergleich zur letzten Landtags­wahl laut aktuellen Umfragen 3,9 Prozent­punkte und erhält 15,0 Prozent der Listen­stimmen (Zweitstimmen).

Leichte Verluste für die SPD Sachsen

Laut den Umfragen zur nächsten Landtagswahl zählt auch die SPD Sachsen zu den Verlierern. Allerdings fallen die Stimm­einbußen bei den sächsischen Sozial­demokraten viel geringer aus als bei den letzten Landtags­wahlen in Bayern und in Hessen. Die SPD wird in Sachsen voraus­sichtlich „nur“ 4,4 Prozent­punkte einbüßen und 8,0 Prozent der Wählerstimmen erhalten.

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Kräftiger Zuwachs für die Grünen

Die Grünen Sachsen (offiziell „Bündnis 90/Die Grünen Sachsen“) profitieren laut Umfragen vom bundes­weiten Trend und können einen Zuwachs von 5,0 Prozent­punkten erwarten. Mit 10,7 Prozent der Stimmen würden sie die Fünf-Prozent-Hürde locker schaffen und das historisch beste Ergebnis der Partei bei Landtags­wahlen in Sachsen einfahren.

Die FDP Sachsen auf dem Weg zurück in den sächsischen Landtag

Wahlergebnis der FDP Sachsen bei Landtagswahlen

Bei der Landtagswahl 2014 verlor die FDP Sachsen nach einer schwarz-gelben Legislatur­periode ihren Platz im Landtag. Laut den oben genannten Umfragen (Wahltrend) könnte sie 1,2 Prozent­punkte hinzugewinnen und mit 5,0 Prozent der Listen­stimmen wieder in den Landtag einziehen.

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Ergebnis der Landtags­wahl in Bayern 2018

Zuletzt aktualisiert: 24.10.2018

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Ergebnis der Landtagswahl in Bayern 2018

Vorl. amtl. Endergebnis

Ergebnis der Landtagswahl in Bayern 2018Wahlergebnis für die Landtagswahl in Bayern 2018 (Vorläufiges Endergebnis)

Ausgangslage

Ergebnis der Wahl des bayerischen Landtages 2018 - Ausgangslage

Umfrage zum Ergebnis der Landtagswahl

Laut einer Umfrage vom 15.10.2018, dem Tag nach der Landtagswahl in Bayern, ist die Hälfte der Wähler sehr oder eher zufrieden mit dem Ergebnis der Wahl.

Landtagswahl in Bayern - Umfrage über Zufriedenheit nach dem Ergebnis der Wahl

Bei einer ähnlichen Umfrage nach der letzten Bundestagswahl ergab sich ein ganz anderes Bild: Damals waren 82 Prozent der Wähler sehr oder eher unzufrieden mit dem Wahlergebnis.

CSU – Christlich-Soziale Union in Bayern

Trotz Verlusten: großer Vorsprung für die Union

Bei der Landtags­wahl in Bayern 2018 (vorläufiges amtliches Endergebnis) bekommt die CSU 37,2 Prozent der Wähler­stimmen. Das sind 10,5 Prozent­punkte weniger als bei der Landtags­wahl im Jahr 2013 – und zugleich das schlechteste Ergebnis der CSU seit mehr als 60 Jahren.

Dennoch bleibt die CSU mit 19,7 Prozent­punkten Vor­sprung vor den Grünen die mit Abstand stärkste poli­tische Kraft in Bayern. Die CSU wird höchst­wahrscheinlich den Minister­präsidenten stellen (siehe mögliche Koalitionen).

Wahlergebnisse der CSU bei Landtagswahlen und Bundestagswahlen bis 2018

 

Zweitgrößter Zuwachs für Bündnis 90/Die Grünen Bayern

Gutes Ergebnis für die Grünen: 2018 können sie ihr bisher bestes Ergebnis bei Landtags­wahlen in Bayern einfahren. Laut vorläufigem Endergebnis gewinnt die Partei 8,9 Prozent­punkte im Vergleich zur Landtags­wahl 2013 hinzu.

Wahlergebnisse der Grünen Landtagswahlen und bei Bundestagswahlen bis 2018

Mit 17,5 Prozent der Stimmen landen die Grünen auf dem zweiten Platz vor FW und AfD. Bei der letzten Wahl zogen die Grünen an vierter Stelle in den Landtag ein – damals nur 0,4 Punkte hinter den Freien Wählern.

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Landtagswahl 2018: Freie Wähler Bayern

Bei der Landtagswahl 2018 gewinnen die Freien Wähler laut vorläufigem Endergebnis 2,6 Prozent­punkte hinzu und bekommen 11,6 Prozent der Wählerstimmen.

Die Freien Wähler sind seit zwei Legislatur­perioden im Bayerischen Landtag vertreten. Sowohl bei der Landtagswahl 2008 als auch 2013 waren sie mit folgenden Ergebnissen die dritt­stärkste Partei nach CSU und SPD:

  • Landtagswahl 2008: 10,2 Prozent der Stimmen, 21 von 187 Sitzen im Landtag
  • Landtagswahl 2013: 9,0 Prozent der Stimmen, 19 von 180 Sitzen im Landtag

Auf Bundesebene erzielten die Freien Wähler bei der Bundestagswahl 2017 das beste Ergebnis unter den Kleinparteien: Mit 1,0 Prozent Zweitstimmen (463.052 Stimmen insgesamt) positionierten sich die Freien Wähler vor „Der Partei“ und der Tierschutzpartei.

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Die AfD Bayern bei der Landtagswahl 2018

Die AfD ist 2018 zum ersten Mal bei einer Landtags­wahl in Bayern angetreten. Die Partei katapultiert sich laut vorläufigem Endergebnis mit 10,2 Prozent der Wählerstimmen auf den vierten Platz.

Landtagswahl in Bayern - Wahlergebnisse der AfD bei Landtagswahlen und Bundestagswahlen

Bei der letzten Bundestags­wahl im September 2017 stimmten 12,4 Prozent der bayerischen Wähler für die AfD – die Partei landete damit 3,6 Prozent­punkte vor den Grünen.

„BayernSPD“: der Landesverband der SPD in Bayern

Die Landtags­wahl 2018 wurde für die bayerische SPD zur eklatanten Niederlage. Laut Endergebnis stimmten 9,7 Prozent der Wähler zugunsten der SPD ab – 10,9 Prozent weniger als bei der letzten Wahl.

Wahlergebnisse der SPD bei Landtagswahlen und bei Bundestagswahlen bis 2018

So wenig Zuspruch bei einer bayerischen Landtags­wahl hatten die Sozial­demo­kraten noch nie.1

Die FDP Bayern bei der Landtagswahl 2018

Nach dem bayern- sowie bundes­weiten Wahldebakel für die Freien Demokraten im Jahr 2013, massivem Stimmverlust und dem daraus folgenden Auszug aus dem Bayerischen Landtag scheint die FDP laut vorläufigem Endergebnis wieder einen Zugewinn an Stimmen zu verzeichnen.

Ergebnisse der FDP Bayern bei Bundes- und Landtagswahlen bis 2018

Im Gegensatz zu den 2013 erreichten 3,3 Prozent der Wähler­stimmen gehen nach dem vorläufigen Endergebnis bei der bayerischen Landtags­wahl im Oktober 2018 5,1 Prozent an die Freien Demokraten. Mit diesem Zuwachs von 1,8 Prozent­punkten schafft die FDP die Fünf-Prozent-Hürde sowie den erneuten Einzug in den Landtag und könnte sogar aktiv an einer regierungs­bildenden Koalition mit CSU und den Freien Wählern beteiligt sein.

Ihr anvisiertes Wahlziel von acht Prozent konnte die Partei allerdings nicht erreichen – dennoch ist die FDP neben Bündnis 90/Die Grünen und der AfD einer der Wahl­gewinner der Landtags­wahl 2018.

Ergebnis der Kleinparteien

Ergebnis der Kleinparteien bei der Landtagswahlen in Bayern 2018 (u.a. BP, Piraten, die Partei)

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Sitzverteilung im Landtag

Bei der Landtagswahl werden die Abgeordneten des Bayerischen Landtags gewählt. Der Landtag besteht regulär aus 180 Sitzen. In der Praxis kann die Anzahl der Abgeordneten wegen Überhang- und Ausgleichs­mandaten größer sein: In der Legislatur­periode 2008–2013 hatte Bayern 187 Mitglieder im Landtag.

Für das folgende Diagramm wurde bei der Sitz­verteilung mit einer Anzahl von 205 Abgeordneten gerechnet (vorläufiges Endergebnis). Die Verteilung der Sitze erfolgt nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren.

Vorl. amtl. Endergebnis

Landtagswahl 2018 in Bayern – Sitzverteilung im Landtag (Ergebnis)

Ausgangslage

Sitzverteilung und Sitzordnung im bayerischen Landtag vor der Landtagswahl 2018

Die Sitzordnung des Diagramms richtet sich nach der Sitz­ordnung der 17. Wahlperiode (2013–2018). Die Platzierung der AfD rechts außen wurde von anderen Landes­parlamenten (z.B. Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein) übernommen.

Neu: Umfrage zu Koalitionen

Welche Koalition finden Sie am besten geeignet, um nach der Landtagswahl 2018 Bayern voranzubringen?

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Beginn der Umfrage: 15.10.2018 um 10:01 Uhr

Mögliche Koalitionen im Bayerischen Landtag finden Sie hier.

Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen in Bayern

Auch wenn die Wahlbeteiligung bei Bundestags­wahlen seit 1986 durchwegs höher als bei den Landtags­wahlen in den entsprechenden Jahren war, lassen sich ähnliche Tendenzen erkennen. Nach einer langsamen, wenn auch nicht kontinu­ier­lichen Abnahme der Wahl­beteiligung bis auf einen Tiefstwert von 57,1 Prozent (bayerische Landtags­wahlen im Jahr 2003) beziehungsweise 70,8 Prozent (Bundestagswahl 2009) steigt die Wahl­beteiligung seither wieder an.

Wahlbeteiligung

Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen in Bayern im Vergleich zu Bundestagswahlen (bis zur Landtagswahl 2018)

Seit 1946

Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen in Bayern (von 1946 bis zur Landtagswahl 2018)

Überraschend hohe Wahl­beteiligung bei der Landtagswahl 2018

Bei der bayerischen Landtagswahl 2018 lag die Wahl­beteiligung bei 72,4 Prozent und erreichte damit einen Wert, den sie zuletzt in den 1980er-Jahren hatte. Es ist damit das dritte Mal in Folge seit 2003, dass die Wahl­beteiligung wieder ansteigt.

Wahlergebnis in den bayerischen Großstädten

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Veröffentlichung der Wahlergebnisse: die drei Etappen des Ablaufs

Die Veröffentlichung der Wahl­ergebnisse in Bayern erfolgt wie bei allen Landtagswahlen in drei Etappen:

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Mögliche Koalitionen nach der Landtags­wahl in Bayern 2018

Zuletzt aktualisiert: 17.10.2018

Seit 1962 hatte die CSU die absolute Mehrheit im Bayerischen Landtag – mit einer Ausnahme: Nach der Landtags­wahl 2008 fehlten den Christ­sozialen zwei Sitze zur absoluten Mehrheit.

Die CSU ging damals eine schwarz-gelbe Koalition mit der FDP ein. In der darauf­folgenden Legislatur­periode 2013–2018 verfügte die CSU erneut über eine absolute Mehrheit.

Bei der Landtagswahl 2018 hat die Partei von Minister­präsident Markus Söder die absolute Mehrheit im Landtag verloren. Im folgenden Diagramm werden die möglichen Koalitionen für Bayern dargestellt:

Mögliche Koalitionen nach der nächsten Landtagswahl

Koalitionen mit Sitzmehrheit nach der Landtags­wahl 2018 in Bayern

Bei den möglichen Koalitionen im Bayerischen Landtag wird mit einer Besetzung des Landtags mit 205 Sitzen gerechnet. Daraus ergibt sich ab 103 Sitzen eine Mehrheit im Landtag.

Legende: Grüne Zahlen bedeuten eine Mehrheit der Wählerstimmen beziehungsweise der Sitze im Landtag. Rote Zahlen hingegen signalisieren, dass diese Koalition keine Mehrheit hat.

Schwarz-rot-grüne Koalition (CSU + SPD + Grüne, auch Kenia-Koalition genannt)

CSU
85
SPD
22
Grüne
38
Restl.
60
  • Wählerstimmen: 64,4 %
  • Sitze im Landtag: 145 von 205
  • Letzte Kenia-Koalition in Bayern: noch nie vorgekommen

Obwohl eine Kenia-Koalition rein rechnerisch möglich wäre, ist diese Koalition un­wahrscheinlich, da sowohl CSU und die Grünen als auch CSU und SPD ohne Beteiligung der jeweils dritten Partei eine Mehrheit im Landtag hätten.

Jamaika-Koalition (CSU + FDP + Grüne)

CSU
85
FDP
11
Grüne
38
Restl.
71
  • Wählerstimmen: 59,8 %
  • Sitze im Landtag: 134 von 205
  • Letzte Jamaika-Koalition in Bayern: noch nie vorgekommen

Eine Jamaika-Koalition würde im Landtag eine deutliche Mehrheit erlangen. Diese Koalition ist ebenfalls un­wahrscheinlich, da CSU und Grüne auch ohne die FDP eine Mehrheit im Landtag erlangen.

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Schwarz-grüne Koalition (CSU + Grüne)

CSU
85
Grüne
38
Restl.
82
  • Wählerstimmen: 55,2 %
  • Sitze im Landtag: 123 von 205
  • Letzte schwarz-grüne Koalition in Bayern: noch nie vorgekommen

Mit 123 Sitzen im Landtag hätte eine schwarz-grüne Koalition deutlich mehr als die für eine absolute Mehrheit benötigten 103 Mandate. Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis wäre diese Koalition rechnerisch die stärkste Zwei-Parteien-Koalition.

Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass es zu einer solchen Koalition kommt. Der Fraktions­vorsitzende der CSU im Bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer, sprach sich deutlich gegen eine Zusammen­arbeit mit den Grünen aus:1

„Dass wir in wesentlichen Punkten mit den Zielen der Bildungspolitik, mit den Zielen der inneren Sicherheit, das sind die Kernlandeskompetenzen, kaum Gemeinsamkeiten mit den Grünen haben. Wir haben kaum mit ihnen gemeinsam abgestimmt die ganzen fünf Jahre. Dass ich mir so eine Koalition nicht vorstellen kann, sondern sie ausschließe.“

Die Spitzenkandidaten der Grünen, Katharina Schulze und Ludwig Hartmann, geben beide an, Regierungs­verantwortung übernehmen zu wollen. Ludwig Hartmann ist allerdings in Bezug auf Markus Söders Position gegenüber Europa skeptisch.2 Er betont:

„Mit einer europafeindlichen CSU werde ich in keine Koalition eintreten.“

Schwarz-gelb-orange Koalition (CSU + FDP + FW)

CSU
85
FDP
11
FW
27
Restl.
82
  • Wählerstimmen: 53,9 %
  • Sitze im Landtag: 123 von 205
  • Letzte schwarz-gelb-orange Koalition in Bayern: noch nie vorgekommen

Eine sogenannte bürgerliche Koalition aus CSU, FDP und Freien Wählern kommt mit 123 von 205 Sitzen im Bayerischen Landtag auf eine Mandats­mehrheit. Zwischen 2008 und 2013 bildeten CSU und FDP bereits eine gemeinsame Regierung. Die FDP möchte erneut Regierungs­verantwortung übernehmen, kann aber nur in einer schwarz-gelb-orangen Koalition oder in einer Jamaika-Koalition Teil der Regierung werden.

Da CSU und Freie Wähler auch als Zwei-Parteien-Koalition eine Mehrheit im Landtag haben, ist ein Bündnis mit der FDP unwahrscheinlich.

Schwarz-orange Koalition (CSU + Freie Wähler)

CSU
85
FW
27
Restl.
93
  • Wählerstimmen: 48,8 %
  • Sitze im Landtag: 112 von 205
  • Letzte schwarz-orange Koalition in Bayern: noch nie vorgekommen

Eine Koalition aus CSU und Freien Wählern gilt als sehr wahrscheinlich, und das obwohl eine schwarz-grüne Koalition eine deutlich höhere Mehrheit im Landtag hätte.

Ministerpräsident Markus Söder sprach bereits am Wahlabend von einer „Priorität für ein bürgerliches Bündnis“. Auch Hubert Aiwanger, der Vorsitzende der Freien Wähler, zeigt sich bereit, mit der CSU zusammen­zuarbeiten, und ist zuversichtlich, dass eine solche Koalition zustande kommen kann.3 Er fordert mindestens drei Ministerposten für die Freien Wähler.

Große Koalition (CSU + SPD)

CSU
85
SPD
22
Restl.
98
  • Wählerstimmen: 46,9 %
  • Sitze im Landtag: 107 von 205
  • Letzte Große Koalition in Bayern: Wahl­periode 1950–1954

Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis erreichen CSU und SPD gemeinsam eine knappe Mehrheit der Wählerstimmen.

Eine Große Koalition ist in Bayern allerdings unwahrscheinlich. Der Spitzen­kandidat der CSU, Markus Söder, gab elf Tage vor der Wahl der Großen Koalition auf Bundes­ebene die Schuld an den niedrigen Ergebnissen der CSU. Vermutlich wird er eine Große Koalition in Bayern vermeiden.

Die Spitzenkandidatin der SPD, Natascha Kohnen, gab bisher keine eindeutige Koalitions­aussage ab. Über eine mögliche Zusammen­arbeit mit Markus Söder äußerte sie sich hingegen wie folgt:4

„Ich will mir gar nicht vorstellen, mit Herrn Söder zu koalieren.“

Koalitionen ohne Sitzmehrheit nach der Landtags­wahl 2018 in Bayern

Regenbogen-Koalition (SPD + FDP + FW + Grüne)

SPD
22
FDP
11
FW
27
Grüne
38
Restl.
107
  • Wählerstimmen: 43,9 %
  • Sitze im Landtag: 98 von 205
  • Letzte Regenbogen-Koalition in Bayern: Wahl­periode 1954–1957 (damals bestehend aus SPD, Bayernpartei, BHE und FDP)5

Die CSU war seit 1957 an jeder Bayerischen Landesregierung beteiligt. Vor der Wahl ließen Umfragen eine Koalition ohne Beteiligung der CSU als möglich erscheinen. Ein Bündnis aus SPD, FDP, den Freien Wählern und den Grünen (Regenbogen-Koalition) käme jedoch auf 98 von 205 Sitzen im Landtag und läge damit unter den für eine Mandatsmehrheit benötigten 103 Sitzen.

Der Spitzenkandidat der FDP, Martin Hagen, zeigte zwar eine grundsätzliche Bereitschaft für eine solche Koalition, geht aber davon aus, dass die Parteien zu geringe Schnitt­mengen besitzen.6 Hubert Aiwanger, der Spitzen­kandidat der Freien Wähler, ist hingegen nicht bereit, Teil einer Koalition unter Führung der Grünen zu sein7:

„Ich werde keinen Grünen zum Minister­präsidenten wählen.“

Schwarz-gelbe Koalition (CSU + FDP)

CSU
85
FDP
11
Restl.
109
  • Wählerstimmen: 42,2 %
  • Sitze im Landtag: 96 von 205
  • Letzte schwarz-gelbe Koalition in Bayern: Wahl­periode 2008–2013 mit Horst Seehofer als Ministerpräsidenten

Eine Koalition aus CSU und FDP hat laut vorläufigem amtlichen Ergebnis deutlich weniger als die für eine Mandats­mehrheit benötigten 103 Sitze im Landtag und wird daher nicht zustande kommen.

Als die CSU nach der Landtagswahl 2008 ihre absolute Mehrheit im Landtag verlor, bildete sie gemeinsam mit der FDP eine Regierung unter Horst Seehofer als Minister­präsidenten. Markus Söder, der Spitzenkandidat der CSU und derzeitige Minister­präsident Bayerns, war in dieser Regierung zuerst Minister für Umwelt und Gesundheit, bevor er 2011 Finanz­minister wurde.

Bei der anschließenden Landtagswahl im Jahr 2013 verlor die FDP gegenüber der vorher­gehenden Wahl 4,7 Prozent­punkte und scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde. Daher war sie in der vergangenen Legislatur­periode nicht im Bayerischen Landtag vertreten.

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Ampelkoalition: Rot-Gelb-Grün (SPD + FDP + Grüne)

SPD
22
FDP
11
Grüne
38
Restl.
134
  • Wählerstimmen: 32,6 %
  • Sitze im Landtag: 71 von 205
  • Letzte Ampelkoalition in Bayern: noch nie vorgekommen

Die sogenannte Ampelkoalition aus CSU, FDP und Grünen kommt laut Ergebnis auf 71 Sitze im Landtag und ist damit 32 Sitze von einer Mandats­mehrheit entfernt. Daher ist ein solches Bündnis nach der Landtagswahl 2018 ausgeschlossen.

Warum gibt es keine Koalitions­möglichkeiten mit der AfD?

CSU
85
AfD
22
Restl.
98
  • Wählerstimmen: 47,4 %
  • Sitze im Landtag: 107 von 205
  • Letzte Schwarz-blaue Koalition in Bayern: noch nie vorgekommen

Eine schwarz-blaue Koalition zwischen CSU und AfD kommt laut vorläufigem amtlichen Endergebnis auf 107 von 205 Sitzen und wäre damit regierungs­fähig. Die CSU schließt allerdings eine Koalition mit der AfD kategorisch aus.8

Bei der zu erwartenden Sitzanzahl der AfD im Landtag (derzeit 22 Sitze) scheinen keine weiteren Zwei-Parteien-Koalitionen mit der AfD in Bayern möglich.

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Landtags­wahl in Hessen 2018

Zuletzt aktualisiert: 20.11.2018

Die Landtagswahl in Hessen findet heute, am 28. Oktober 2018, statt. Offiziell wird sie „Wahl zum 20. Hessischen Landtag“ genannt.

Eine Besonderheit bei der nächsten Landtagswahl in Hessen ist, dass die Wähler zusätzlich auch bei 15 Volks­abstimmungen über Verfassungs­änderungen ihre Stimme abgeben können.

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Wann findet die nächste Landtagswahl in Hessen statt?

Die Wahl des 20. Hessischen Landtags findet am 28. Oktober 2018 statt. Die Wahllokale sind von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

Termin der Landtagswahl in Hessen (Kalender mit Datum)

Wie in allen Bundesländern außer Bremen beträgt die Wahlperiode in Hessen fünf Jahre. Die übernächste Landtags­wahl wird dort also voraus­sichtlich im Herbst 2023 stattfinden.

Prognose für die Landtagswahl in Hessen

Die folgende Prognose basiert auf den Ergebnissen der letzten großen Umfragen1 zur Landtags­wahl (den so­genannten Sonntagsfragen).

Prognose

Landtagswahl 2018 in HessenPrognose für die Landtagswahl in Hessen 2018 (Basiert auf Umfragen)

Ausgangslage

Landtagswahl 2018 in Hessen - Ausgangslage

Die CDU in Hessen: deutliche Verluste gegenüber der letzten Landtagswahl

Aktuellen Umfragen zu Folge bekommt die CDU bei der nächsten Landtagswahl 27,0 Prozent der Stimmen und bleibt damit die stärkste Partei in Hessen. Gegenüber der Landtags­wahl 2013 verliert sie damit 11,3 Prozent und fährt so den größten Stimmen­verlust aller antretenden Parteien ein. Diese Entwicklung stimmt mit den Verlusten der CDU bei der Bundestagswahl 2017 überein.

Seit 2014 regiert die CDU gemeinsam mit den Grünen in einer schwarz-grünen Koalition und stellt dabei den Minister­präsidenten, Volker Bouffier. Dieser tritt bei der Landtagswahl 2018 erneut als Spitzen­kandidat der CDU an.

Landtagswahl 2018 in Hessen – Volker Bouffier – Ministerpräsident und Spitzenkandidat der CDU

Volker Bouffier, amtierender Minister­präsident und Spitzenkandidat der CDU

Foto: Olaf Kosinsky/kosinsky.eu. Lizenz: CC BY-SA 3.0. Quelle: Wikimedia

Volker Bouffier (66 Jahre) ist seit 2010 nicht nur Hessischer Minister­präsident, sondern auch Landes­vorsitzender der CDU Hessen und stell­vertretender Vorsitzender der CDU Deutschland. Laut einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen wünschen sich 46 Prozent der Hessen, dass er erneut Minister­präsident wird.2

SPD Hessen: schlechte Aussichten für die Landtagswahl

Bei der Landtagswahl 2018 kann die SPD laut Prognose 20,5 Prozent der Wähler/-innen von sich überzeugen. Damit verlöre sie gegenüber der letzten Landtags­wahl 10,2 Prozent, was mit dem bundes­weiten Abwärts­trend der SPD überein­stimmt (siehe: Umfragen zur Bundestagswahl 2021). In der vergangenen Legislatur­periode war die SPD die größte Oppositionspartei im Hessischen Landtag.

Landtagswahl 2018 in Hessen – Thorsten Schäfer-Gümbel – Spitzenkandidat der SPD

Thorsten Schäfer-Gümbel, Spitzenkandidat der SPD Hessen

Quelle: Pressefoto, Website von Thorsten Schäfer-Gümbel

Wie schon 2008 und 2013 wurde Thorsten Schäfer-Gümbel (49 Jahre) zum Spitzen­kandidaten der SPD ernannt. Seit 2009 ist er im Bundesvorstand der SPD und außerdem Landes- und Fraktions­vorsitzender der SPD Hessen. 32 Prozent der Hessen wünschen sich ihn als Minister­präsidenten, womit er 14 Prozent­punkte hinter dem Spitzen­kandidaten der CDU, Volker Bouffier, liegt.3

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Bündnis 90/Die Grünen: Gewinne gegenüber 2013

Mit 20,5 Prozent wären die Grünen laut aktueller Prognose die drittstärkste Partei in Hessen. Gegenüber der letzten Landtags­wahl könnten sie damit einen deutlichen Gewinn von 9,4 Prozent­punkten verzeichnen. Damit wären die Grünen die größten Gewinner der nächsten Landtags­wahl.

Seit Januar 2014 bilden die Grünen mit der CDU eine schwarz-grüne Koalition. Wie bei allen Land- und Bundestagswahlen stellen die Grünen auch für die Landtagswahl 2018 eine Spitzenkandidatin und einen Spitzenkandidaten auf:

  • Die derzeitige Umwelt­ministerin Hessens, Priska Hinz (59 Jahre) ist eine der beiden Spitzen­kandidaten. Sie war bereits Mitglied des Hessischen Landtags und des Deutschen Bundestags.
  • Tarek Al-Wazir (47 Jahre), der zweite Spitzen­kandidat, ist seit Januar 2014 Wirtschafts­minister und stell­vertretender Minister­präsident Hessens. Zwischen 1995 und 2017 war er außerdem Mitglied des Hessischen Landtags. Ende September 2018 war er der beliebteste Politiker Hessens.4

Die AfD: der Neuankömmling im Landtag

Im Jahr 2013 scheiterte die AfD knapp an der Fünf-Prozent-Hürde und konnte nicht in den Hessischen Landtag einziehen. In aktuellen Umfragen zur Landtagswahl 2018 liegt die AfD bei 12,5 Prozent und gewinnt damit gegenüber der letzten Wahl 8,4 Prozent­punkte.

Rainer Rahn, Kandidat der AfD in Hessen

Rainer Rahn, Spitzenkandidat der AfD Hessen

Foto: St. Krug. Quelle: Wikimedia. Lizenz: CC BY-SA 3.0

Der Spitzenkandidat der AfD, Rainer Rahn (66 Jahre), ist seit 2006 Mitglied der Frankfurter Stadt­verordneten­versammlung und war dort bereits Mitglied in vier verschiedenen Fraktionen, unter anderem auch in der FDP-Fraktion. Aktuell ist er der Fraktions­vorsitzende der AfD in dieser Versammlung und stellvertretender Vorsitzender der AfD Hessen.

DIE LINKE: einstelliger Wert trotz Zugewinn

Bei der nächsten Landtagswahl am 28. Oktober 2018 erhält Die Linke laut aktuellen Prognosen 8,0 Prozent der Stimmen. Damit legt die Partei gegenüber der letzten Landtags­wahl, bei der sie nur knapp den Einzug in den Landtag schaffte, um 2,8 Prozent­punkte zu.

Auch Die Linke stellt eine Spitzenkandidatin und einen Spitzenkandidaten auf:

  • Janine Wissler (37 Jahre) ist seit 2014 stellvertretende Parteivorsitzende der Linken auf Bundesebene. Seit 2008 ist sie Mitglied des Hessischen Landtags und wurde 2009 Fraktions­vorsitzende der Linken.
  • Jan Schalauske (37 Jahre) ist seit 2014 Landes­vorsitzender der Linken Hessen.

Die FDP: schwächste Partei im Landtag Hessen

Die Landtagswahl 2013 endete für die FDP in einem Wahldebakel: Gegenüber der vorherigen Wahl verlor sie 11,2 Prozent­punkte. Ihr Ergebnis von 5,0 Prozent sicherte den Liberalen den Verbleib im Landtag. Laut aktuellen Umfragen erholen sich die Liberalen ein wenig, bleiben aber mit voraus­sichtlich 7,5 Prozent die schwächste Partei im Landtag.

René Rock, Spitzenkandidat der FDP Hessen für die Landtagswahl

René Rock, Spitzenkandidat der FDP Hessen

Foto: Jonathan Gaubatz. Quelle: Pressefoto, Website der FDP Hessen

Spitzenkandidat der FDP ist René Rock (50 Jahre), der seit 2008 Mitglied des Landtags ist. Im Mai 2017 wurde er Vorsitzender der hessischen FDP-Landtagsfraktion.

Wahlprogramme für die Landtagswahl in Hessen 2018

Die Programme der Parteien werden in der Reihenfolge vorgestellt, in der sie in der Prognose für die Landtags­wahl (siehe oben) aufgeführt werden.

Die Volksabstimmung für eine zeitgemäße Verfassung

Am 28. Oktober findet eine Volksabstimmung über 15 Verfassungs­änderungen statt, die die Hessische Verfassung modernisieren sollen. Nach zweijähriger Recherche schlug eine Landtags­kommission 15 Änderungen der Verfassung vor, denen der Hessische Landtag im Mai 2018 zustimmte. Doch damit die Hessische Verfassung geändert werden kann, muss laut Artikel 123 der Hessischen Verfassung auch das Volk den Änderungen „mit der Mehrheit der Abstimmenden“ zustimmen.

Welche Änderungen gibt es?

Insgesamt gibt es 15 Punkte, die verändert, gestrichen oder neu hinzugefügt werden sollen:

  • Artikel 1 soll um die Gleichberechtigung von Mann und Frau ergänzt werden
  • Die Stärkung der Volksgesetzgebung durch eine Veränderung der Anforderungen an Volksbegehren in Artikel 124 soll ergänzt werden
  •  Die Abschaffung der Todesstrafe soll durch eine Änderung an den Artikeln 21 und 109 erfolgen. Da das Grundgesetz, durch das die Todesstrafe bereits abgeschafft wurde, über der Landesverfassung steht, wird sie in Hessen seit 1949 nicht mehr verhängt.
  •  Der Artikel 64 soll um ein Bekenntnis zu Europa ergänzt werden

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Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen in Hessen

In den Jahren 1954 bis 1987 lag die Wahl­beteiligung bei Landtags­wahlen in Hessen ausschließlich bei über 75 Prozent. Doch bei der darauffolgenden Wahl nahm die Wahlbeteiligung deutlich ab: Im Jahr 1991 lag sie knapp zehn Prozent unter jener im Jahr 1987. In den nächsten Jahren sank die Wahl­beteiligung weiter, bis sie im Jahr 2009 mit 61,0 Prozent ihren Tiefststand erreichte.

Hessen

Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen in Hessen (von 1946 bis zur Landtagswahl 2018)

Hessen/Deutschland

Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen in Hessen im Vergleich zu Bundestagswahlen (bis zur Landtagswahl 2018)

Bei der Landtagswahl 2013 gab es einen deutlichen Anstieg der Wahlbeteiligung um 12,2 Prozent gegenüber der Wahl 2009. Die Ursache für diesen Zuwachs war, dass die Bundestagswahl am selben Tag stattfand. Einen derart deutlichen Anstieg hatte es zuletzt im Jahr 1954 gegeben.

Landtagswahl 2018: Abnahme der Wahlbeteiligung zu erwarten

Da 2018 gleichzeitig zur Landtagswahl in Hessen keine Bundestagswahl stattfindet, ist eine niedrigere Wahlbeteiligung als 2013 zu erwarten. Allerdings können die Hessen dieses Mal zusätzlich zur Landtagswahl über 15 Verfassungs­änderungen abstimmen, was einen zusätzlichen Anreiz zu wählen bedeutet und die Abnahme der Wahlbeteiligung abschwächen könnte.

Sitzverteilung im Landtag

Bei der Landtagswahl werden die Abgeordneten des Hessischen Landtags gewählt. Der Landtag besteht regulär aus 110 Sitzen, eine Mehrheit ergibt sich also ab 56 Sitzen. Die Verteilung der Sitze erfolgt nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren6.

In der Legislatur­periode 2008–2013 hatte Hessen tatsächlich 110 Mitglieder im Landtag. In der Praxis kann die Anzahl der Abgeordneten aber wegen Überhang- und Ausgleichs­mandaten größer sein.

Die Sitzordnung im Diagramm richtet sich nach der Sitzordnung der 19. Wahlperiode (2013–2018). Die Platzierung der AfD rechts außen wurde von anderen Landes­parlamenten (z.B. Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Sachsen) übernommen.

Prognose 2018

Landtagswahl 2018 in Hessen - Sitzverteilung und Sitzordnung im Landtag

Ausgangslage

Sitzverteilung und Sitzordnung im hessischen Landtag vor der Landtagswahl 2018

Im 19. Hessischen Landtag sind fünf Parteien vertreten: CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und die FDP. Voraus­sichtlich wird nach der Landtags­wahl 2018 mit der AfD eine sechste Partei in den Landtag einziehen.

Mögliche Koalitionen nach der Landtagswahl

Landtagswahl in Hessen - Mögliche Koalitionen nach der nächsten Landtagswahl

Praktische Informationen zur Landtagswahl in Hessen

Wann wird das Ergebnis der Wahl veröffentlicht?

Nach Schließen der Wahllokale: die ersten Hochrechungen

Schon kurz nach dem Schließen der Wahllokale veröffentlichen ARD und ZDF die ersten Hochrechnungen der Wahlforschungsinstitute Infratest dimap (ARD) und Forschungsgruppe Wahlen (ZDF). Sie basieren unter anderem auf:

  • Nachwahlbefragungen (exit polls): Ergebnis der Umfragen bei Wählern, die bereits ihre Stimme abgegeben haben
  • den Ergebnissen der bereits ausgezählten Wahlkreise

Die Hochrechnungen sind zwar kein amtliches Ergebnis, werden aber im Laufe des Wahlabends immer präziser.

In der Wahlnacht: das vorläufige amtliche Ergebnis

Eine feste Uhrzeit, zu der das vorläufige amtliche Ergebnis veröffentlicht wird, gibt es nicht. Typischerweise wird es einige Stunden nach Schließen der Wahllokale (18 Uhr) bekannt gegeben, also in der darauffolgenden Nacht. Das Ergebnis der Landtagswahl 2013 wurde gegen 1 Uhr in der Nacht auf statistik.hessen.de veröffentlicht.

Zwei bis drei Wochen nach der Wahl: das endgültige amtliche Ergebnis

Das endgültige Ergebnis der letzten hessischen Landtagswahl wurde 19 Tage nach der Wahl, am 11. Oktober 2013, vom Landeswahlleiter bekannt gegeben. Es ist davon auszugehen, dass das Ergebnis der nächsten Landtagswahl Mitte November veröffentlicht wird.

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Wahlprogramme für die Landtagswahl 2018 in Bayern

Zuletzt aktualisiert: 13.10.2018

Auf dieser Seite finden Sie die Wahl­programme der Parteien, die an der Landtagswahl 2018 in Bayern teilnehmen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt haben alle „etablierten Parteien“ ihr Wahl­programm veröffentlicht.

Wahlprogramme aller Parteien für die Landtagswahl in Bayern

Die Parteien werden in der Reihenfolge vorgestellt, in der sie in der Prognose für die Landtags­wahl 2018 aufgeführt werden.

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Wahlprogramm der CSU

  • Status: beschlossen (15. September 2018)

Ihr Wahlprogramm für die Landtagswahl 2018 in Bayern nennt die Christlich-Soziale Union gleich „Regierungs­programm“. Denselben Begriff benutzt die Union bei Bundestags­wahlen. Das CSU-Programm der letzten Landtagswahl trug den Titel „Der Bayernplan“ – dieser Titel wird bei der Landtags­wahl 2018 nicht erneut verwendet.

Wahlprogramm der CSU für die Landtagswahl 2018 in Bayern

Das Wahlprogramm der CSU für die Landtagswahl 2018 wurde auf dem Parteitag in München am 15. September 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Schon bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2013 wurde das Programm der CSU erst knappe zwei Monate vor der Wahl bekannt­gegeben. Für die kommende Landtags­wahl in Bayern ist der Abstand noch kürzer: Die Ver­öffent­lichung erfolgte sogar nur vier Wochen vor der Wahl.

Das Programm der CSU für die Landtagswahl 2018 können Sie hier als PDF herunter­laden:

Das Programm der letzten Landtagswahl ist noch erhältlich und kann ebenfalls als PDF herunter­geladen werden:

Ebenfalls erhältlich ist das Grundsatz­programm der CSU. Im Gegensatz zu Wahl­programmen werden Grundsatz­programme in großen zeitlichen Abständen, manchmal von mehreren Jahr­zehnten, heraus­gegeben.1 Das aktuelle Grundsatz­programm von 2016 können Sie hier als PDF herunterladen:

Programm von Bündnis 90/Die Grünen für die Landtagswahl in Bayern

Kandidaten der Grünen Bayern bei der Vorstellung des Programms für die Landtagswahl 2018

  • Status: beschlossen (6. Mai 2018)

Das Programm der bayerischen Grünen für die Landtagswahl wurde am 6. Mai 2018 auf der Landes­delegierten­konferenz im ober­fränkischen Hirschaid einstimmig beschlossen. Die endgültige Fassung ist hier als PDF erhältlich:

Programm der AfD Bayern für die Landtagswahl 2018

Wahlprogramm der AfD für die LTW 2018 in Bayern

  • Status: beschlossen (10. Juni 2018)

Das Wahlprogramm der AfD Bayern für die Landtagswahl wurde am 10. Juni 2018 auf dem Landes­parteitag in Nürnberg mit 80 Prozent Zustimmung beschlossen. Das Programm ist hier als PDF erhältlich:

Wahlprogramm der SPD Bayern für die Landtagswahl 2018

Programm der SPD für die Landtagswahl 2018 in Bayern

  • Status: beschlossen (16. Juni 2018)

Das Wahlprogramm der BayernSPD für die Landtagswahl 2018 wurde auf dem Landes­partei­tag in Weiden am 16. Juni 2018 von den 300 Delegierten einstimmig beschlossen. Bei der letzten Landtagswahl in Bayern nannte die SPD ihr Programm noch „Regierungs­programm“, dieser Begriff wurde im Hinblick auf die Landtagswahl 2018 aufgegeben. Die finale Version des Programms können Sie hier als PDF herunterladen:

Das Grundsatzprogramm der SPD Deutschland ist ebenfalls erhältlich, allerdings ist dieses mehr als 10 Jahre alt:

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Wahlprogramm der Freien Wähler Bayern

Programm der Freien Wähler (FW) zur Landtagswahl 2018 in Bayern

  • Status: beschlossen (30. Juni 2018)

Das Programm der FW Bayern für die Landtagswahl wurde am 30. Juni 2018 auf dem Programm­parteitag zur Landtagswahl 2018 beschlossen. Das Programm der Freien Wähler als PDF herunterladen:

Wahlprogramm der FDP Bayern für die Landtagswahl 2018

Wahlprogramm der FDP für die Bundestagswahl 2018 in Bayern

  • Status: beschlossen (26. März 2018)

Ihr Programm für die Landtagswahl in Bayern hat die FDP bereits Ende März auf dem Landes­parteitag in Bad Windsheim beschlossen. Auf dem gleichen Parteitag wurde Martin Hagen zum Spitzen­kandidaten gekürt.
Das Programm können Sie hier als PDF herunterladen:

Wahlprogramm der Linken für die Landtagswahl 2018

Wahlprogramm der LINKE Bayern für die Landtagswahl 2018

  • Status: beschlossen (28. April 2018)

Die bayerische Linke hat ihr Programm für die Landtagswahl im April 2018 auf dem Landes­parteitag im schwäbischen Kissing beschlossen. Auf demselben Parteitag entschied sich DIE LINKE Bayern, zwei Spitzen­kandidaten, Ates Gürpinar und Eva Bulling-Schröter, in den Landtags­wahlkampf zu schicken.

Das Programm können Sie hier als PDF herunterladen:

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Termin der Landtagswahl 2018 Wann findet die nächste Landtagswahl in Bayern statt?

Die nächste Landtags­wahl in Bayern wird voraus­sicht­lich am 14. Oktober 2018 statt­finden.

Datum der Landtagswahl in Bayern

Dieses Datum wurde bereits am 9. Januar 2018 vor­geschlagen und am 20. Februar 2018 von der Landes­regierung offiziell festgesetzt. Den Termin für die Landtagswahl 2018 in Bayern können Sie mit dem folgenden Link in Ihren elektronischen Kalender importieren:

Wahlperiode und Festsetzung des Wahltags

Der Bayerische Landtag wird für fünf Jahre gewählt. Genaueres zur Festsetzung des Termins für die Landtagswahl wird in Artikel 20 des Landeswahlgesetzes erläutert. Die Neuwahl findet frühestens 59 Monate, spätestens 62 Monate nach der vorausgegangenen Landtagswahl statt. Somit findet die übernächste Landtagswahl voraussichtlich im Herbst 2023 statt.

Wann gibt es ein vorläufiges oder endgültiges amtliches Ergebnis?

Bei Landtags- und Bundestagswahlen wird bereits wenige Stunden nach dem Schließen der Wahl­lokale um 18.00 Uhr das vorläufige amtliche End­ergebnis verkündet. Das end­gültige amtliche Ergebnis gibt es erst einige Tage bis wenige Wochen nach der Wahl.

Als Beispiel für den Ablauf der Landtagswahl 2018: Bei der letzten Landtagswahl, die am 15. September 2013 stattfand, gab der Landeswahl­leiter in der Wahlnacht um ca. 3.00 Uhr das vor­läufige amtliche Ergebnis bekannt. Das end­gültige Ergebnis der Wahl wurde am 1. Oktober, also 16 Tage nach der Wahl, vom Landes­wahl­ausschuss festgestellt.

Bezirkstagswahlen in Bayern

Die 16. Bezirkstagswahlen in Bayern finden ebenfalls am 14. Oktober 2018 statt. Gewählt werden die sieben Bezirks­tage für Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken und Schwaben für eine Amtsperiode von fünf Jahren. Im Gegensatz zur Landtagswahl gibt es bei der Wahl der Bezirkstage keine Fünf-Prozent-Klausel.

Die Zuständig­keits­bereiche der Bezirke sind unter anderem das Sozial- und Gesundheits­wesen, die Kultur- und Heimat­pflege und der Schutz der Natur und Gewässer.

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Wahl­benach­richtigung, Briefwahl, Öffnungszeiten … Informationen zur Landtagswahl in Bayern

Zuletzt aktualisiert: 12.10.2018

Wahlunterlagen für die Landtagswahl und Bezirktagswahl in Bayern (Breifwahl, Stimmzettel und Wahlumschläge)

Hier werden verschiedene Fragen rund um die Landtagswahl 2018 in Bayern beantwortet, insbesondere bezüglich Wahl­benach­richtigung, Briefwahl, Wahllokal und Öffnungszeiten.

Diese Informationen gelten auch für die Bezirkstags­wahlen, die am gleichen Tag stattfinden.

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1. Wahl­benach­richtigungen und Stimmrecht

Was muss ich tun, um eine Wahl­benach­richtigung zu bekommen?

Wenn Sie bis zum Stichtag, dem 2. September 2018, bei einer Gemeinde in Bayern gemeldet sind, müssen Sie nichts unternehmen. Sie werden automatisch in das Wähler­verzeichnis eingetragen und bekommen eine Wahl­berechtigungs­karte zugestellt.

Falls Sie umgezogen sind und nach dem Stichtag Ihre Meldepflicht erfüllt haben, müssen Sie sich mit Ihrer Gemeinde in Verbindung setzen.

Wann bekomme ich eine Wahl­benach­richtigung?

Laut Landeswahlleiter bekommen alle Stimm­berechtigten ihre Wahl­benach­richtigung für die Landtagswahl und die Bezirks­wahlen zwischen dem 2. und dem 23. September 2018.1

Sollten Sie nach dem 23. September 2018 keine Wahl­berechtigungs­karte erhalten haben, setzen Sie sich bitte mit Ihrer Gemeinde in Verbindung.

Beispiel einer Wahlbenachrichtigung für die Landtagswahl in Bayern

Beispiel einer Wahl­benach­richtigung für Bayern

Bin ich Stimm­berechtigt? Wer darf wählen?

Wer wählen darf, ist im Art. 1 des Landeswahl­gesetzes2 festgelegt. Stimm­berechtigt ist, wer am Tag der Abstimmung folgende drei Kriterien erfüllt:

  • die deutsche Staats­angehörigkeit besitzt,
  • volljährig ist und
  • mindestens drei Monate lang seinen Haupt­wohnsitz in Bayern hatte.

Bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2013 waren in Bayern 9,4 Millionen Einwohner wahl­berechtigt bei einer Gesamt­bevölkerung von 12,6 Millionen. Die Wahl­beteiligung lag bei 63,6 Prozent: 6,0 Millionen Bayern gingen zur Urne.

Wahlberechtigte und Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen im Freistaat Bayern

Was ist der Unterschied zwischen Wahlberechtigung und Wahlschein?

Mit einer Wahl­benach­richtigung werden Sie darüber informiert, dass Sie im Wähler­verzeichnis Ihrer Gemeinde eingetragen sind. Die Wahl­berechtigung enthält mindestens folgende drei Angaben:

Meistens dient die Rückseite der Wahl­benach­richtigung als Formular für einen Antrag auf Erteilung eines Wahlscheins.

Einen Wahlschein benötigen Sie in einer der folgenden drei Situationen:

  • Sie möchten nicht in Ihrem (auf der Wahl­benach­richtigung angegebenen) Wahllokal, sondern in einem anderen Wahllokal abstimmen,
  • Sie möchten per Briefwahl abstimmen oder
  • in Ausnahmefällen: Sie sind nicht in dem Wähler­verzeichnis Ihrer Gemeinde eingetragen (zum Beispiel wegen eines Umzugs kurz vor der Wahl), aber dennoch wahlberechtigt.

Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass Sie einen Wahlschein beantragen müssen, während Sie im Normalfall eine Wahl­benach­richtigung automatisch per Post bekommen.

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2. Wahlschein und Briefwahl

Wie beantrage ich einen Wahlschein?

Um einen Wahlschein zu bekommen, stehen Ihnen vier Möglichkeiten zur Verfügung:

  1. Sie füllen das auf der Rückseite der Wahl­benach­richtigung abgedruckte Formular aus (Antrag auf Erteilung eines Wahlscheins). Das Formular können Sie entweder per Post an die Gemeinde zurückschicken oder dort persönlich abgeben. Letzteres hat den Vorteil, dass Sie meistens die Wahl­unterlagen sofort bekommen und vor Ort auch gleich per Briefwahl wählen können. Ihr Wahl­umschlag wird von der Gemeinde bis zum Wahltag sicher verwahrt.
  2. Sie können einen Wahlschein schriftlich formlos beantragen per Brief, Fax oder E-Mail. Stimmkreis- und Wähler­verzeichnis­nummer sollten Sie angeben – diese sind auf der Wahl­benach­richtigung zu finden. Ein Grund für die Briefwahl muss nicht angegeben werden.
  3. Viele Gemeinden bieten ein Online-Formular für die Beantragung eines Wahlscheins an. Das Online-Formular finden Sie über die Website Ihrer Gemeinde oder über das BayernPortal (Abschnitt „Vor Ort“).
  4. Sie können persönlich bei Ihrer Gemeinde einen Wahlschein beantragen. Vergessen Sie nicht, einen gültigen amtlichen Ausweis sowie Ihre Wahl­benach­richtigung (falls vorhanden) mitzunehmen.

Bitte beachten: Die telefonische Beantragung des Wahlscheins ist nicht möglich.

Darf ich per Briefwahl abstimmen?

Ja.

Vor Dezember 2008 mussten bei der Beantragung von Wahlscheinen Gründe angegeben werden und gegebenen­falls glaubhaft gemacht werden.3

Spätestens seit einer Entscheidung des Bundes­verfassungs­gerichts im Juli 20134 ist eine Angabe von Gründen nicht mehr notwendig. Jeder darf sein Wahlrecht per Briefwahl ausüben ohne Angabe eines Grundes.

Bei der Landtagswahl im Jahr 2013 stimmten 2,2 Millionen Bayern per Briefwahl ab. Mehr als ein Drittel der Wahl­berechtigten (36,8 Prozent) wählten per Briefwahl. Es wird erwartet, dass diese Zahl bei der Landtags­wahl 2018 noch übertroffen wird.

Briefwahl bei Landtagswahlen in Bayern

3. Hinweise zum Wahltag

Muss ich am Wahltag meinen Personal­ausweis oder Reisepass vorzeigen?

Wenn Sie im eigenen Wahllokal Ihre Stimme abgeben, reicht in der Regel die Vorlage Ihrer Wahl­benach­richtigung. Dennoch ist es empfehlens­wert, einen gültigen amtlichen Ausweis mitzunehmen, da dieser verlangt werden kann.

Öffnungszeiten: Wann sind die Wahllokale geöffnet?

Die Öffnungszeiten der Wahllokale sind im § 47 der Bundeswahlordnung5 definiert. Bei der Landtagswahl in Bayern (wie auch bei allen Landtagswahlen und Bundestagswahlen) sind die Wahllokale von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Lesen Sie auch:

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Die Kleinparteien bei der Landtagswahl 2018 in Bayern

Zuletzt aktualisiert: 13.10.2018

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Was ist eine Kleinpartei?

Der Begriff der Partei ist im „Gesetz über die politischen Parteien“ (Parteien­gesetz, abgekürzt PartG) definiert.1 Der Begriff „Kleinpartei“ ist im Parteien­gesetz nicht ein Mal zu finden. Im Duden wird eine Klein­partei knapp definiert:

„Partei, deren Wählerschaft oder Mitglieder­schaft klein ist.“

Der Politologe Dirk van den Boom definiert Kleinpartei als „eine politische Partei, die sich aufgrund der rechtlichen, finanziellen, personellen, organisa­to­rischen und program­ma­tischen Rahmen­bedingungen ihrer Arbeit nicht derart im politischen System durchsetzt, dass sie in signifikantem Maße aktiv und gestaltend am Entscheidungs­prozess und an der Auswahl politischen Führungs­personals teilhat“.2

Die Sonderfälle FDP und Linke

In Bayern ergibt sich die Situation, dass FDP und Linke nicht im Landtag vertreten sind und auf Landesebene als Klein­parteien gelten müssten, obwohl sie auf Bundes­ebene und in vielen anderen Bundes­ländern große Parteien sind.

Ausgangslage: Kleinparteien bei der Landtagswahl in Bayern 2013

Bei der letzten Landtagswahl in Bayern bekamen sechs Parteien zwischen ein und fünf Prozent der Gesamtstimmen:

Diagramm

Kleinparteien bei der Landtagswahl in Bayern

Text

  • Freie Demokratische Partei (FDP): 3,3 Prozent
  • DIE LINKE (LINKE): 2,1 Prozent
  • Bayernpartei (BP): 2,1 Prozent
  • Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP): 2,0 Prozent
  • Piratenpartei Deutschland (Piraten): 2,0 Prozent
  • Die Republikaner (REP): 1,0 Prozent

Weitere fünf Parteien bekamen weniger als ein Prozent der Gesamtstimmen und könnten als „Kleinstparteien“ bezeichnet werden:

  • Partei für Franken (DIE FRANKEN): 0,7 Prozent
  • Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD): 0,6 Prozent
  • Frauenliste Bayern (FRAUENLISTE): 0,1 Prozent
  • Bürgerrechtspartei für mehr Freiheit und Demokratie (DIE FREIHEIT): 0,1 Prozent
  • Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo): 0,0 Prozent

Welche Kleinparteien werden an der Wahl 2018 teilnehmen?

Am 18. September 2018 hat der Landes­wahl­leiter die offizielle Liste der an der Landtags­wahl teil­nehmenden Parteien und Bewerber veröffentlicht. Demnach haben 18 Parteien Wahl­vorschläge eingereicht. Davon waren die folgenden 11 Parteien weder im Bayerischen Landtag noch im Deutschen Bundestag un­unterbrochen vertreten:

  • Bayernpartei (BP)
  • Liberal-Konservative Reformer – Die EURO-Kritiker (LKR)
  • mut
  • Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)
  • Partei der Humanisten (Die Humanisten)
  • Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Eliten­förde­rung und basis­demokratische Initiative (Die PARTEI)
  • Partei für Franken (DIE FRANKEN)
  • Partei für Gesundheits­forschung (Gesundheitsforschung)
  • PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei)
  • Piratenpartei Deutschland (PIRATEN)
  • V-Partei3 – Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer (V-Partei3)

Die Republikaner (REP) nehmen an der Landtagswahl 2018 nicht teil. Die „Bürgerrechtspartei für mehr Freiheit und Demokratie“ hat sich 2016 aufgelöst und wird an der Wahl 2018 nicht teilnehmen.

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Die Kleinparteien stellen sich vor

Auf dieser Seite stellen sich die Parteien vor, die in der Legislatur­periode 2013–2018 nicht im bayerischen Landtag vertreten sind und laut derzeitigen Umfragen zur Landtags­wahl 2018 unter der Fünf-Prozent-Hürde liegen.

Die Artikel wurden von den jeweiligen Parteien zur Verfügung gestellt.

DIE LINKE (Landesverband Bayern)

Landtagswahl – Die LINKE in Bayern

DIE LINKE. Bayern kämpft für „Mehr für die Mehrheit“ mit den Spitzen­kandidat*innen Ates Gürpinar und Eva Bulling-Schröter

DIE LINKE kämpft für mehr soziale Gerechtigkeit in Bayern. Dies umfasst die Schwerpunkte Gesundheit, Wohnen, Nahverkehr und Bildung. Aber auch der sozial-ökologische Umbau ist uns wichtig. Statt Spezl­wirtschaft, Eliten­politik und Abbau von Grundrechten, steht DIE LINKE als soziale Opposition für das widerständige Bayern: das heißt für eine politische Alternative mit Mehrwert für die Mehrheit. Wichtige Ziele sind der Ausbau eines bezahlbaren öffentlichen Personen­nahverkehrs, günstiger Wohnraum und gute Bildung für alle. Deshalb fordert DIE LINKE unter anderem 40.000 neue Sozial­wohnungen pro Jahr und die Erhöhung der Bildungs­ausgaben auf sieben Prozent des Landeshaushalts.

DIE LINKE setzt sich außerdem für mehr Personal und bessere Arbeits­bedingungen in der Pflege ein und hat deshalb das Volks­begehren „Stoppt den Pflege­notstand an Bayerns Kranken­häusern“ mitinitiiert.

Landtagswahl 2018 – Spitzenkandidaten der LINKE in Bayern

Eva Bulling-Schröter und Ates Gürpinar, Spitzen­kandidatin und Spitzenkandidat der Partei DIE LINKE. Bayern

Quelle: Die LINKE. Landesverband Bayern

Die Spitzenkandidat*innen der bayerischen LINKEN sind Ates Gürpinar und Eva Bulling-Schröter:

  • Der Medienwissenschaftler Ates Gürpinar ist Landes­sprecher der Partei und Kreis­sprecher in München.
  • Eva Bulling-Schröter ist gelernte Schlosserin, war langjährige Bundestags­abgeordnete und ist Kreis­sprecherin in Ingolstadt.

Der Artikel über DIE LINKE. Bayern wurde von der Partei zur Verfügung gestellt.

Hier finden Sie das Wahlprogramm und die Kandidat*innen der LINKEN. Bayern zur Landtagswahl, aber auch zur Bezirkswahl, die ebenfalls am 14. Oktober stattfindet:
DIE LINKE. Bayern: offizielle Website

Die Bayernpartei

Die Bayernpartei ist eine bayerische Landespartei.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1946 setzt sich die Bayernpartei für mehr Föderalismus und Selbstbes­timmung, ein subsidiäres Europa und die Eigen­staatlichkeit Bayerns ein. In ihrem Grundsatz­programm fordert sie eine Förderung der Heimat, eine Stärkung der Demokratie und der ihr zugrunde liegenden Prinzipien sowie einen subsidiären Staat, der sich an den Interessen der Bürger orientiert.

Kandidat der Bayernpartei bei der Landtagswahl 2018 - Florian Weber

Florian Weber, Partei­vorsitzender und Spitzen­kandidat der Bayernpartei

Quelle: Bayernpartei

Aufgrund der voranschreitenden Aushöhlung der bayerischen Staat­lichkeit sowie der föderativen Staats- und Gesellschafts­ordnung in der Bundes­republik Deutschland und in Europa sieht es die Bayernpartei als ihre vornehmste Aufgabe an, das bayerische Staats­bewusstsein zu pflegen und zu verteidigen.

Mit mehr als 6000 Parteimitgliedern gehört sie zu den mitglieder­stärksten Parteien Bayerns. Auf kommunaler Ebene wie auf Bezirks­ebene ist die Partei fest etabliert: Sie stellt über 100 Kreis- und Gemeinde­räte, sechs Bezirksräte und mit fünf Stadträten die zweit­größte Oppositions­fraktion im Stadtrat der Landes­hauptstadt München.

Die Bayernpartei ist Mitglied der Europäischen Freien Allianz (EFA).

Der Artikel über die Bayernpartei wurde von der Geschäfts­stelle der Bayernpartei zur Verfügung gestellt.

Hier können Sie das Programm der Bayernpartei für die Landtagswahl 2018 online lesen:
Das Weiß-Blaue Manifest: Landtagswahl­programm der Bayernpartei für 2018

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Die ÖDP Bayern

ÖDP (Landtagswahl Bayern)

Die ÖDP ist die Partei der Wachstums­kritik. Ihre Meinung: wir haben nur eine Erde – grenzen­loses Wirtschafts­wachstum ist bei begrenzten Rohstoff- und Energie­vorräten schlicht und ergreifend unmöglich. Die Klima­über­hitzung ist die unmittelbare Folge des Wachstums­wahns – daher brauchen wir die Energie­wende hin zu 100 Prozent erneuerbaren Energien in allen Bereichen (Strom, Wärme und Verkehr). Bayern muss bis 2022 den Kohle­ausstieg schaffen.

Die ÖDP ist die Partei für ehrliche Demokratie. Konzern- und Lobbyspenden an Parteien und Politiker müssen endlich verboten werden. Geld­geschenke aus diesen Kreisen verhindern eine Politik, die dem Gemeinwohl dient – das beweist der aktuelle Diesel­skandal. Und die direkte Demokratie durch Volks­begehren und Volks­entscheide muss endlich auf Bundes- und Europaebene eingeführt werden.

Die ÖDP ist die familien- und kinder­freundliche Partei. Die Erziehung von Kindern und die Betreuung pflege­bedürftiger Angehöriger soll ihrer Ansicht nach durch ein Familien­gehalt mit Renten­anspruch finanziell anerkannt werden. Die Bildung unserer Kinder muss umfassend im Sinne des Artikels 131 der Bayerischen Verfassung sein und darf sich nicht nur auf die wirtschaftliche Verwertung ausrichten. Die ÖDP sieht den ständigen Ausbau der Fremd­betreuung außerhalb der Familien in Kitas und Schulen ebenso kritisch wie die „iPhonisierung“ unserer Bildungs­einrichtungen durch die wahllose Ausstattung mit EDV-Technik. Nicht umsonst spricht man vom „Begreifen“ oder anders formuliert: Einmal eine echte Katze streicheln bringt mehr als das hundertste Katzenvideo.

Agnes Becker - Spitzenkandidatin der ÖDP bei der Landtagswahl in Bayern

Agnes Becker, stellv. Landes­vorsitzende und Spitzen­kandidatin der ÖDP Bayern

Quelle: ÖDP Bayern

In der ÖDP Bayern passen Wort/Programm und Tat zusammen. Die ÖDP München hat 2017 mit einem Bürger­entscheid dafür gesorgt, dass das Stein­kohle­kraftwerk in München spätestens zum 31.12.2022 und nicht erst 2035 abgeschaltet wird. Damit werden jährlich 800.000 Tonnen Steinkohle weniger verbrannt.

Mit dem aktuellen Volks­begehren „Rettet die Bienen! Stoppt das Artensterben!“ nimmt die ÖDP den Kampf gegen den dramatischen Schwund von Arten und Lebensräumen in Bayern auf.

Die ÖDP will in den Bayerischen Landtag einziehen. Diesem Ziel nähert sie sich uns von oben und von unten. Seit Mai 2014 vertritt MdEP Prof. Dr. Klaus Buchner die Partei im Europa­parlament. Seit den letzten Bezirkstags­wahlen 2013 ist die ÖDP in Oberbayern, in Niederbayern, in der Oberpfalz, in Mittel­franken und in Schwaben in den Bezirks­tagen vertreten.

Der Artikel über die ÖDP Bayern wurde von der Partei zur Verfügung gestellt.

Hier können Sie das Programm der ÖDP für Bayern nachlesen:
132 Gründe, die ÖDP zu wählen

Die „Partei für Franken“

Landtagswahl und Bezirkstagswahlen in Bayern - Die Franken
Die „Partei für Franken – DIE FRANKEN“ ist eine bürgerliche Volkspartei, die 2009 in Bamberg gegründet wurde. „Die Franken“ legen das Haupt­augenmerk auf die Belange Frankens und konnten 2013 in die Bezirks­tage von Ober- und Mittel­franken sowie 2014 in Hof, Feucht und Roth in die lokalen Parlamente einziehen.

Die Partei kämpft auf dem demokratischen Weg für die bessere und gleich­berechtigte Wahrnehmung Frankens. Die Partei ist Mitglied in der Allianz gegen Rechts­extremismus in der Metropol­region Nürnberg.

Standpunkte

Die Franken setzen sich konsequent für die Umsetzung des Landes­entwicklungs­programms ein, das gleich­wertige Lebens- und Arbeits­bedingungen in allen Landes­teilen zum Ziel hat.

Wirtschaft

Von 2006 bis einschließlich 2017 wurden durch „Invest in Bavaria“ in Oberbayern mehr als dreimal so viele Arbeits­plätze vermittelt wie in Franken. Die Franken fordern die Auflösung der Agentur „Invest in Bavaria“ und die Gründung einer Agentur „Invest in Franconia“.

Infrastruktur

Verkehr

Die Franken fordern:

  • Ausbau der A3, insbesondere der zügige sechs­spurige Ausbau zwischen Aschaffenburg und dem Kreuz Fürth/Erlangen
  • Kreuzungsfreier Ausbau des Franken­schnellwegs innerhalb Nürnbergs
  • Durchgängige Elektrifizierung der Bahnstrecken Nürnberg–Marktredwitz–Prag sowie bei allen Strecken entlang der sogenannten Oberfranken-Achse
  • Direkte Anbindung des Flughafens Nürnberg an die A3 im Norden
  • Stärkung des ÖPNV

Schnelles Gigabit-Internet

Die Franken fordern ein flächen­deckendes Breit­bandnetz mit Übertragungs­geschwindigkeiten von 1 Gigabit pro Sekunde.

Nahversorgung im ländlichen Raum

Einkaufsmöglichkeiten und eine ärztliche Grund­versorgung dürfen auch in ländlichen Gebieten mit alternder Bevölkerung nicht zum Luxusgut werden. Die Franken fordern, die Grund­versorgung auf dem Land sicherzustellen.

Robert Gattenlöhner – Vorsitzender der Partei für Franken – Landtagswahl und Bezirtagswahlen in Bayern

Robert Gattenlöhner ist Vorsitzender der Partei für Franken. Er ist Bezirksrat in Mittelfranken und Stadtrat in Roth. Er führt die Partei seit ihrer Gründung im Jahr 2009.

Quelle: DIE FRANKEN (Pressefoto)

Forschung und Entwicklung

Der Freistaat Bayern gibt 2018 für die 29 Universitäten und Hochschulen insgesamt 2,85 Milliarden Euro an Investitions­zuschüssen aus. Die beiden Münchener Universitäten bekommen mit 1,28 Milliarden Euro fast die Hälfte aller Investitions­zuschüsse. Die vier fränkischen Universitäten liegen zusammen bei nur 585,2 Millionen Euro (knapp 21 Prozent).

Die Franken fordern ein Ende der Bevorzugung der Münchener Universitäten und die Neuregelung der Investitions­zuschüsse für Universitäten und Hochschulen.

Kultur

Fränkische Steuerzahler finanzieren 25 staatliche Museen und Sammlungen im Kunstbereich in Bayern mit – doch nur drei befinden sich in Franken, während ganze 19 Einrichtungen in München angesiedelt sind. Kultur als „weicher Standortfaktor“ sichert nicht nur Lebens­qualität, sondern auch qualifizierte Arbeitsplätze.

Die Franken fordern mehr kulturelle Einrichtungen für ganz Franken. Beutekunst wie der Bamberger Domschatz und das Fränkische Herzogsschwert gehören zurück nach Franken.

Der Artikel über DIE FRANKEN wurde von der Partei zur Verfügung gestellt.

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